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Shell übertrifft Erwartungen trotz Gewinnrückgang

Konzern setzt auf Aktienrückkäufe und hält Investitionen weiter niedrig

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 Shell übertrifft Erwartungen trotz Gewinnrückgang

Shell hat im ersten Quartal des Jahres einen bereinigten Gewinn von 5,58 Milliarden US-Dollar erzielt und damit die durchschnittlichen Analystenerwartungen von 4,96 Milliarden US-Dollar übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 7,73 Milliarden US-Dollar bedeutet dies dennoch einen Rückgang um 28 Prozent. Trotz gesunkener Ölpreise und niedrigerer Raffineriemargen hält das Unternehmen an seinem bisherigen Tempo beim Rückkauf eigener Aktien fest.

Shell kündigte an, in den kommenden drei Monaten weitere eigene Aktien im Wert von 3,5 Milliarden US-Dollar zurückzukaufen. Dies ist das 14. Quartal in Folge mit einem Rückkaufprogramm von mindestens drei Milliarden US-Dollar. Damit unterscheidet sich Shell deutlich von BP, das seine Rückkäufe in diesem Jahr reduziert hat, um die Bilanz zu stärken und das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.

Der Verschuldungsgrad von Shell liegt bei 18,7 Prozent und damit deutlich unter dem Wert von 25,7 Prozent bei BP. Die BP-Aktie verlor in den vergangenen zwölf Monaten rund ein Drittel ihres Wertes, während der Rückgang bei Shell lediglich 13 Prozent betrug. Angesprochen auf eine mögliche Übernahme von BP erklärte Shell-Chef Wael Sawan gegenüber der Financial Times, dass ihm der Rückkauf eigener Aktien lieber sei. Diese Aussage wurde später von einem Shell-Sprecher bestätigt.

Shells Raffineriemarge lag im ersten Quartal bei 6,2 US-Dollar pro Barrel. Zum Ende des Vorjahres hatte sie bei 5,5 US-Dollar gelegen, während sie vor einem Jahr noch 12 US-Dollar pro Barrel betragen hatte. Der weltweite Referenzpreis für Brent-Öl lag im ersten Quartal im Durchschnitt bei etwa 75 US-Dollar pro Barrel, im Vergleich zu 87 US-Dollar im Vorjahr. Am Freitag wurde Brent bei etwa 62 US-Dollar gehandelt. Shells Dividenden-Breakeven liegt bei einem Ölpreis von 40 US-Dollar pro Barrel. Auch bei einem Rückgang auf 50 US-Dollar will das Unternehmen weiterhin eigene Aktien zurückkaufen.

Shell bekräftigte zudem seine reduzierte Investitionsplanung für das laufende Jahr, die sich auf 20 bis 22 Milliarden US-Dollar beläuft. Das Gasgeschäft blieb auf dem Niveau des Vorquartals, obwohl auslaufende Absicherungsgeschäfte einen negativen Effekt hatten. Während BP schwache Ergebnisse im Gasgeschäft meldete, profitierte Shell laut Finanzchefin Sinead Gorman von der erfolgreichen Umleitung mehrerer LNG-Ladungen in profitablere Märkte.

ShellÖlGewinne

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