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Shell setzt auf Wachstum mit Flüssigerdgas

Höherer LNG-Absatz, strategische US-Pläne und mehr Geld für Aktionäre

Shell setzt auf Wachstum mit Flüssigerdgas

Der britische Ölkonzern Shell plant, seinen Absatz von Flüssigerdgas (LNG) in den kommenden fünf Jahren deutlich zu steigern. Laut Unternehmensangaben soll der Absatz jährlich um vier bis fünf Prozent wachsen. Parallel dazu beabsichtigt Shell, die Produktion von LNG im gleichen Zeitraum um ein Prozent pro Jahr zu erhöhen. Damit will der Konzern seine Stellung als weltweit größter Händler von Flüssigerdgas weiter ausbauen.

Die Förderung von Rohöl soll hingegen auf dem derzeitigen Niveau von 1,4 Millionen Barrel pro Tag konstant bleiben. Shell geht davon aus, dass die globale Nachfrage nach LNG bis zum Jahr 2040 um etwa 60 Prozent zunehmen wird. Diese Einschätzung beruht auf verschiedenen Faktoren, unter anderem dem erwarteten Wirtschaftswachstum in Asien. Weitere Impulse erhofft sich das Unternehmen vom zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz sowie von den weltweiten Bestrebungen zur Emissionsreduzierung in der Schwerindustrie und im Transportsektor.

Im vergangenen Jahr lag die LNG-Produktion von Shell bei insgesamt 29 Millionen Tonnen. Der Verkauf belief sich auf 65,8 Millionen Tonnen. Um das Wachstum in diesem Bereich weiter zu unterstützen, will Shell verstärkt in den Vereinigten Staaten aktiv werden. Dort sollen gezielt „strategische und partnerschaftliche“ Möglichkeiten geprüft werden, um das Chemiegeschäft auszubauen. Gleichzeitig wird auch eine Konsolidierung in Europa in Betracht gezogen. In diesem Zusammenhang untersucht das Unternehmen die mögliche Schließung einzelner Standorte.

Auch in finanzieller Hinsicht gibt es Veränderungen. Shell hat angekündigt, im laufenden Quartal Aktien im Wert von 3,5 Milliarden US-Dollar zurückzukaufen. Damit setzt der Konzern seine Aktienrückkäufe im dreizehnten Quartal in Folge fort, in dem jeweils mindestens drei Milliarden US-Dollar in diesen Zweck geflossen sind. Zudem wird die Ausschüttungsquote an die Aktionäre erhöht. Statt wie bisher 30 bis 40 Prozent des operativen Cashflows sollen künftig 40 bis 50 Prozent ausgeschüttet werden.

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