Shell senkt Prognose für LNG-Produktion
Wetter, Wartung und schwächeres Marketing belasten das erste Quartal

Shell hat seine Prognose für die Produktion von verflüssigtem Erdgas (LNG) im ersten Quartal nach unten korrigiert. Das britische Energieunternehmen rechnet nun mit einer LNG-Produktion zwischen 6,4 und 6,8 Millionen Tonnen. Zuvor war es von einem Produktionsvolumen zwischen 6,6 und 7,2 Millionen Tonnen ausgegangen. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres hatte Shell noch 7,1 Millionen Tonnen LNG produziert. Als Grund für die Absenkung der Prognose nannte das Unternehmen schlechtes Wetter in Australien, insbesondere Zyklone, sowie ungeplante Wartungsarbeiten.
Bereits im Februar hatte Shell bekannt gegeben, dass es wetterbedingt zu Verzögerungen bei der Verladung von LNG an der schwimmenden Produktionsanlage Prelude vor der Küste Westaustraliens gekommen war. Diese Herausforderungen wirken sich direkt auf die Produktionskapazität aus, was nun in der aktualisierten Prognose zum Ausdruck kommt. Trotz dieser Einflüsse erwartet Shell für den Gasbereich ein Handelsergebnis auf dem Niveau des vorangegangenen Quartals.
Neben der LNG-Produktion betrifft die aktuelle Prognose auch die Explorationstätigkeit des Unternehmens. Shell kündigte an, im ersten Quartal eine Abschreibung in Höhe von 100 Millionen US-Dollar im Bereich der Exploration vorzunehmen. Details zu den betroffenen Projekten oder geografischen Regionen wurden nicht veröffentlicht. Ein Unternehmenssprecher lehnte weitere Angaben hierzu ab.
Im Bereich Marketing rechnet Shell mit einem geringeren Ergebnis im Vergleich zum Vorquartal. Ursächlich hierfür sei vor allem ein schwächerer Beitrag des Geschäftsbereichs für Spezialprodukte und -dienstleistungen. Dieser Bereich umfasst unter anderem Angebote im Bereich kohlenstoffarmer Energielösungen für die Luftfahrt- und Schifffahrtsindustrie.
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Zur AktienanalyseAuch die Prognose für die gesamte Öl- und Gasproduktion des Unternehmens wurde präzisiert. Shell erwartet für das erste Quartal eine Produktion zwischen 1,79 und 1,89 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag. In der vorherigen Schätzung hatte die Bandbreite noch zwischen 1,75 und 1,95 Millionen Barrel pro Tag gelegen. Das Unternehmen plant, seine vollständigen Quartalsergebnisse am 2. Mai zu veröffentlichen.


