Serbische Zentralbank hält Leitzins bei 5,75% – Nahost-Risiken im Blick
Die Nationalbank Serbiens ließ ihren Leitzins unverändert und warnt vor Inflationsrisiken durch die Krise im Nahen Osten.

Die serbische Nationalbank hat auf ihrer Sitzung am Donnerstag den Leitzins unverändert bei 5,75% belassen. Die Entscheidung entsprach den Erwartungen der Finanzmärkte und wurde von der Zentralbank mit einer kurzen offiziellen Mitteilung begleitet. Gleichzeitig betonte die Notenbank, dass sie die Inflation weiterhin innerhalb ihres Zielkorridors erwartet.
Als wesentliches Risiko für den Preisausblick nannte die Zentralbank die anhaltende Krise im Nahen Osten. Steigende Energiepreise und gestörte Lieferketten infolge geopolitischer Spannungen könnten die Inflation mittelfristig nach oben treiben. Solche externen Schocks sind für viele europäische Volkswirtschaften, darunter auch Serbien, schwer kalkulierbar.
Inflation zieht nach Tiefpunkt wieder an
Die aktuellen Inflationsdaten für Februar unterstreichen die Wachsamkeit der Notenbank. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich um 2,5% – ein Anstieg gegenüber dem Januarwert, der offenbar den zyklischen Tiefpunkt darstellte. Die Zentralbank wertet dies als Bestätigung, dass die Inflation wieder an Fahrt gewinnt.
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Zur AktienanalyseFür Serbien, das als EU-Beitrittskandidat seine Wirtschaftspolitik zunehmend an europäischen Standards ausrichtet, ist Preisstabilität ein zentrales Ziel. Der Leitzins von 5,75% liegt deutlich über dem aktuellen EZB-Niveau, spiegelt aber die spezifische wirtschaftliche Lage des Landes wider. Eine Lockerung der Geldpolitik dürfte vorerst ausbleiben, solange externe Risiken das Inflationsbild belasten.


