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Serbien kämpft gegen drohende Öl-Sanktionen

Verhandlungen mit den USA und Russland sollen Rohölversorgung sichern

Serbien kämpft gegen drohende Öl-Sanktionen

Serbien führt derzeit letzte Verhandlungen mit den USA und Russland, um Sanktionen auf das serbische Ölunternehmen NIS zu verhindern. Die Sanktionen, die von den USA verhängt wurden, könnten zu Lieferengpässen bei Rohöl führen. Die Frist für die Umsetzung der Sanktionen läuft am Donnerstag ab, was die Dringlichkeit der Gespräche unterstreicht. NIS ist mehrheitlich im Besitz von Gazprom Neft, einer Tochtergesellschaft des russischen Gazprom-Konzerns. Der russische Staatskonzern Gazprom Neft hält 50 % der Anteile an NIS, während Gazprom selbst 6,15 % besitzt. Das Unternehmen betreibt die einzige Ölraffinerie Serbiens in Pancevo, nahe der Hauptstadt Belgrad.

Die USA verhängten am 10. Januar Sanktionen gegen den russischen Ölsektor und gaben Gazprom Neft 45 Tage Zeit, sich von NIS zu trennen. Diese Frist läuft nun aus, und die serbische Energieministerin Dubravka Djedovic Handanovic bestätigte, dass weiterhin Gespräche mit beiden Seiten geführt werden, um eine Lösung zu finden. Serbien, ein historischer Verbündeter Russlands, hat beim US-Finanzministerium eine Ausnahmeregelung beantragt, um die Sanktionen um 90 Tage zu verschieben. Dies würde dem Land Zeit verschaffen, eine nachhaltige Lösung zu finden, die möglicherweise zu einer Aufhebung der Sanktionen führen könnte.

Ein Scheitern der Verhandlungen und das Ausbleiben einer Ausnahmeregelung würde erhebliche Folgen für Serbien haben. Das Unternehmen NIS versorgt etwa 80 % des serbischen Marktes mit Rohöl und Ölprodukten. Sollte NIS nicht mehr in der Lage sein, Rohöl über den kroatischen Pipelinebetreiber Janaf zu importieren, könnte dies zu einem Mangel an Treibstoff führen. Die serbische Regierung hat jedoch bereits Maßnahmen ergriffen, um die Versorgung zu sichern. Laut Djedovic Handanovic hat das Land ausreichend Vorräte, um den Markt für mindestens drei Monate zu decken. Der Belgrader Aktienmarkt hatte bereits am 14. Januar den Handel mit den Aktien von NIS ausgesetzt, nachdem die Sanktionen bekannt wurden.

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