Selenskyj bietet USA Mineralpartnerschaft an
Fokus auf Sicherheitsgarantien und LNG-Speicher für europäische Energieversorgung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einem Interview den USA eine Partnerschaft im Bereich von Mineralressourcen angeboten und betont, dass Sicherheitssicherungen für die Ukraine ein zentraler Bestandteil jedes Abkommens sein müssten. Selenskyj legte eine ehemals geheime Karte mit umfangreichen Vorkommen seltener Erden und anderer kritischer Mineralien vor, um das Interesse von Donald Trump zu wecken. Er erklärte, dass die Ukraine bereit sei, gemeinsam mit den USA diese Ressourcen zu erschließen, jedoch nicht beabsichtige, sie einfach abzugeben.
Weniger als 20 Prozent der ukrainischen Mineralressourcen, darunter etwa die Hälfte der Vorkommen seltener Erden, befinden sich laut Selenskyj derzeit unter russischer Kontrolle. Diese Mineralien sind entscheidend für die Herstellung von Hochleistungsmagneten, Elektromotoren und Unterhaltungselektronik. Selenskyj warnte, dass Russland diese Ressourcen möglicherweise seinen Verbündeten Nordkorea und Iran zur Verfügung stellen könnte. Darüber hinaus verfügt die Ukraine über bedeutende Titanreserven, die für die Luft- und Raumfahrtindustrie von Bedeutung sind, sowie über Uranvorkommen für die Nutzung in der Kernenergie.
Im Gespräch hob Selenskyj hervor, dass es von großer Bedeutung sei, vor einem möglichen Treffen zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ein persönliches Gespräch mit Trump zu führen, um zu verhindern, dass über die Ukraine ohne ihre Beteiligung verhandelt werde. Er betonte die Notwendigkeit von Sicherheitsgarantien, um zukünftige Angriffe Russlands zu verhindern.
Zusätzlich diskutiert die Ukraine mit den USA die Möglichkeit, ukrainische unterirdische Gasspeicher für amerikanisches Flüssigerdgas (LNG) zu nutzen. Selenskyj betonte, dass die Ukraine bereit sei, Verträge über LNG-Lieferungen abzuschließen und als Energie-Drehscheibe für Europa zu fungieren.
Auf militärischer Ebene bestätigte Selenskyj, dass ukrainische Truppen eine neue Offensive gestartet haben und um 2,5 Kilometer in das russische Gebiet der Region Kursk vorgedrungen seien. Russland hatte Angriffe in diesem Gebiet gemeldet, diese jedoch als abgewehrt bezeichnet. Selenskyj berichtete zudem, dass nordkoreanische Truppen, die auf russischer Seite kämpfen, nach einer Pause wieder in den aktiven Kampf zurückgekehrt seien.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseUm dem Personalmangel in der Armee entgegenzuwirken, plant die ukrainische Regierung die Einführung lukrativer Rekrutierungsverträge für junge Männer im Alter von 18 bis 24 Jahren, die unterhalb des Wehrpflichtalters liegen. Selenskyj machte keine Angaben dazu, wie viele Männer erwartet werden, sich zu melden.


