Schweizer Uhrenexporte wachsen im Februar um 9,2 Prozent
Die Exportzahlen der Schweizer Uhrenindustrie erholen sich deutlich – angeführt von starker Nachfrage aus den USA, Japan und Frankreich.

Die Schweizer Uhrenindustrie hat im Februar 2025 ein kräftiges Comeback hingelegt. Die Gesamtexporte erreichten 2,2 Milliarden Schweizer Franken (rund 2,77 Milliarden US-Dollar) – ein Plus von 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das geht aus aktuellen Daten des Verbandes der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) hervor.
Besonders auffällig ist das Wachstum in den USA: Trotz der Handelskonflikte rund um die Zollpolitik von Präsident Donald Trump stiegen die Uhrenexporte in die Vereinigten Staaten wertmäßig um beeindruckende 26,8 Prozent im Jahresvergleich. Damit festigen die USA ihre Rolle als einer der wichtigsten Absatzmärkte für Schweizer Luxusuhren.
Frankreich als überraschender Wachstumstreiber
Ein unerwarteter Spitzenreiter ist Frankreich: Die Exporte dorthin schnellten um 57,1 Prozent in die Höhe, womit das Land zum drittgrößten Markt für Schweizer Uhren aufgestiegen ist. Der FH erklärt diesen Sprung damit, dass Frankreich zunehmend als Transitpunkt für Lieferungen in andere Länder genutzt wird – die Zahlen spiegeln also nicht nur den französischen Binnenmarkt wider.
Auch Japan verzeichnete eine positive Entwicklung und zählte neben den USA und Frankreich zu den wichtigsten Wachstumsmärkten im Februar. Die Vereinigten Arabischen Emirate und Singapur nahmen ebenfalls etwas mehr Schweizer Uhren ab als im Vorjahresmonat.
Nahostkonflikt noch ohne spürbaren Einfluss
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseTrotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten hat der Iran-Krieg laut FH bislang keine messbaren Auswirkungen auf die Uhrenexporte gezeigt. Ob dies so bleibt, dürfte von der weiteren geopolitischen Entwicklung in der Region abhängen. Die Branche beobachtet die Lage aufmerksam, sieht sich aktuell aber noch nicht beeinträchtigt.
Insgesamt signalisiert der Februar eine deutliche Erholung der Schweizer Uhrenindustrie nach einer Phase der Unsicherheit. Für deutsche Anleger, die in Luxusgüterwerte wie Richemont oder Swatch investiert sind, sind die soliden Exportzahlen ein positives Signal für die Branchenentwicklung im ersten Quartal 2025.


