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Schweiz führt Europa beim KI-Produktivitätswachstum klar an

Während Europa kaum messbare KI-Effekte verzeichnet, zeigt die Schweiz bereits konkrete wirtschaftliche Vorteile durch künstliche Intelligenz.

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Schweiz führt Europa beim KI-Produktivitätswachstum klar an

Die Schweiz hebt sich im europäischen KI-Wettlauf deutlich ab. Während Analysten von Capital Economics für die Eurozone bislang nur begrenzte wirtschaftliche Effekte durch künstliche Intelligenz messen, verzeichnet die Schweiz bereits greifbare Produktivitätszuwächse. Der globale KI-Aufschwung war bis dato vor allem ein amerikanisches Phänomen – doch die Schweiz bricht mit diesem Muster.

Besonders auffällig ist die Entwicklung im Informations- und Kommunikationssektor (IKT), dem Bereich mit der größten KI-Exposition. Dieser Sektor hat sich innerhalb von zwei Jahren von einem Rückstand gegenüber europäischen Vergleichsgruppen zur Wachstumsspitze entwickelt. Ökonomen schätzen, dass die gesteigerte Produktivität in diesem Bereich allein im Jahr 2025 rund 0,2 Prozent zum BIP pro Arbeitnehmer beigetragen hat – mit ähnlichen Zuwächsen in den nächsten zwei Jahren.

Starkes Investitionsprofil als Fundament

Die Erfolge kommen nicht von ungefähr. Die Schweiz belegt Platz fünf im AI Economic Impact Index 2026 und zählt gemessen am BIP zu den größten Investoren in Software und Datenbanken in ganz Europa. Laut dem AI Report 2025 der Stanford University verfügte die Schweiz weltweit über die vierthöchste Anzahl bedeutender KI-Modelle pro Kopf – übertroffen nur von Singapur, Hongkong und den USA.

Auch der Arbeitsmarkt spiegelt den KI-Wandel wider. Untersuchungen der Konjunkturforschungsstelle KOF zeigen, dass Berufe mit hoher KI-Exposition stärkere Anstiege der Arbeitslosigkeit verzeichneten als weniger betroffene Tätigkeiten. Ein Beschäftigungsrückgang in Teilen des IKT-Sektors hat dabei paradoxerweise zur höheren Wertschöpfung pro Arbeitnehmer beigetragen.

Flexibler Arbeitsmarkt als Wettbewerbsvorteil

Ein entscheidender Faktor ist der vergleichsweise flexible Schweizer Arbeitsmarkt. Die OECD stuft den Kündigungsschutz für reguläre Arbeitsverträge in der Schweiz als einen der am wenigsten strengen in Europa ein. Diese Flexibilität ermöglicht es, dass sich Produktivitätsgewinne schneller auf verschiedene Branchen ausbreiten können.

Ökonomen gehen davon aus, dass KI-bedingte Stellenverluste mittelfristig durch neue Arbeitsplätze an anderer Stelle ausgeglichen werden. Das Risiko eines dauerhaften Anstiegs der Arbeitslosigkeit gilt daher als begrenzt. Für deutsche Anleger und Unternehmen zeigt das Schweizer Beispiel, welche Rahmenbedingungen nötig sind, um KI-Investitionen in messbare Wirtschaftsleistung zu übersetzen.

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