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Schwedische Krone: UBS warnt vor Korrektur nach starker Rally

Die schwedische Währung legte seit November um 4% zu – Investmentbank sieht kurzfristige Erholung voraus.

Schwedische Krone: UBS warnt vor Korrektur nach starker Rally

Die schwedische Krone hat in den vergangenen Monaten eine beeindruckende Rally hingelegt. Seit November 2025 gewann die Währung auf handelsgewichteter Basis rund 4% an Wert und drückte den Wechselkurs EUR/SEK auf Mehrjahrestiefs. Doch die Schweizer Investmentbank UBS warnt nun vor einer möglichen Korrektur.

Die Strategen der UBS erwarten eine kurzfristige Erholung des Währungspaares EUR/SEK in Richtung 10,80, bevor sich der längerfristige Abwärtstrend fortsetzt. Für Ende 2026 prognostiziert die Bank einen Stand von 10,50, wobei die Risiken eher nach unten gerichtet sind. Aktuell handelt das Paar bereits unter den Niveaus, die durch Zinsdifferenzen impliziert werden.

Die Rally der Krone wurde von mehreren Faktoren getragen. Dazu zählen die weltweite Konjunkturbelebung, ein lockereres finanzielles Umfeld sowie gestiegene europäische Verteidigungsausgaben. Letztere wirkten sich besonders positiv auf die schwedische Rüstungsindustrie aus und stützten die Auftragseingänge sowie Aktivitätsdaten im Land. Das starke inländische Wachstum sorgt zusätzlich für Rückenwind.

Riksbank zeigt sich besorgt

Allerdings gibt es auch Gegenwinde. Die schwedische Riksbank hat angesichts einer unter dem Zielwert liegenden Inflation Besorgnis über die Stärke der Währung geäußert. Eine zu starke Krone könnte die Inflationsziele der Notenbank gefährden und möglicherweise zu geldpolitischen Anpassungen führen.

Die UBS weist darauf hin, dass die Positionierung der Marktteilnehmer zunehmend "Net-Long" in SEK ist. Dies deutet trotz des konstruktiven Umfelds auf begrenzten Spielraum für weitere Gewinne in naher Zukunft hin. Die überkaufte Situation macht die Krone anfällig für eine technische Korrektur.

Empfehlung für Anleger

Die Bank empfiehlt Anlegern, auf attraktivere Niveaus nahe 10,80 zu warten, um eine Short-Position in EUR/SEK einzugehen. Alternativ könnte das Aufwärtspotenzial bei EUR/SEK über 10,90 verkauft werden. Diese Strategie berücksichtigt sowohl die kurzfristige Korrekturerwartung als auch den längerfristigen Abwärtstrend des Währungspaares.

Für deutsche Anleger mit Schweden-Exposure oder Forex-Trader bietet die aktuelle Situation sowohl Chancen als auch Risiken. Die fundamentalen Faktoren sprechen weiterhin für eine starke Krone, doch die technische Überdehnung und die Positionierung der Marktteilnehmer mahnen zur Vorsicht.

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