Schwache Handelswoche für asiatische Börsen gestartet
Unternehmensprognosen in Japan und Chinas Konjunkturpaket dämpfen Anlegerstimmung

Die asiatischen Börsen starteten schwach in die neue Handelswoche, beeinflusst durch enttäuschende Unternehmenszahlen in Japan und das als unzureichend empfundene Konjunkturpaket in China. In Tokio fiel der Nikkei-Index, der 225 Werte umfasst, leicht um 0,1 Prozent auf 39.439 Punkte, während der breiter gefasste Topix um 0,2 Prozent auf 2736 Punkte zurückging. Diese Zurückhaltung resultiert aus der Entscheidung vieler japanischer Unternehmen, ihre Prognosen nach unten zu korrigieren, was laut Shigetoshi Kamada von Tachibana Securities die Anleger verunsicherte. Besonders aufmerksam wird auf die kommenden Ergebnisse von SoftBank und den Banken gewartet, die für die Bestätigung des aktuellen Ausblickstrends wichtig sind.
Die Ankündigung des japanischen Automobilherstellers Nissan, aufgrund schwacher Absatzzahlen in den USA 9000 Arbeitsplätze und 20 Prozent seiner Produktionskapazitäten zu streichen, führte zu einem deutlichen Kursrückgang der Nissan-Aktien um 4,7 Prozent. Auch Toyota verzeichnete mit einem Minus von 0,2 Prozent leichte Verluste. Der Uniqlo-Mutterkonzern Fast Retailing verlor ebenfalls 0,6 Prozent und war damit der größte Belastungsfaktor für den Nikkei-Index. Positiv fiel hingegen Sony auf, das einen Gewinnanstieg von 73 Prozent im dritten Quartal erzielte und dessen Aktienkurs an der Börse um 5,8 Prozent anstieg.
In China führte das jüngste Konjunkturpaket der Regierung zu weiterer Enttäuschung bei den Anlegern. Diese hatten auf stärkere fiskalische Maßnahmen gehofft, um die wirtschaftliche Lage zu stabilisieren. Die Börse in Shanghai blieb nahezu unverändert bei 3449 Punkten, während der CSI-300-Index, der die 300 wichtigsten chinesischen Unternehmen an den Festlandbörsen umfasst, leicht um 0,1 Prozent auf 4098 Punkte nachgab. Analysten der Macquarie Bank kommentierten, dass es zwar Enttäuschung bei denjenigen gebe, die ein umfangreicheres Fiskalpaket erwartet hatten, jedoch sei ein solches angesichts der politischen Ziele Chinas – wie der Erreichung des BIP-Wachstumsziels und der Reduzierung von Risiken – unrealistisch.
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Zur AktienanalyseParallel zur angespannten Marktlage in Asien setzte sich der Abwärtstrend an den Rohstoffmärkten fort. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent sank um 0,4 Prozent auf 73,58 Dollar pro Barrel, während US-Öl der Sorte WTI um 0,5 Prozent auf 70,02 Dollar fiel.

