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Schnellere Löschung von negativen Schufa-Einträgen

Neue Speicherfristen und Voraussetzungen erleichtern Verbrauchern die Bonitätsverbesserung

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Schnellere Löschung von negativen Schufa-Einträgen

Mit Beginn des Jahres 2025 ändert sich die Dauer, wie lange negative Schufa-Einträge gespeichert werden. Verbraucher, die einen einmaligen Zahlungsverzug hatten, können künftig mit einer Verkürzung der Speicherfrist von 36 auf 18 Monate rechnen. Voraussetzung dafür ist, dass die offene Rechnung innerhalb von 100 Tagen nach einer gemeldeten Mahnung beglichen wird. Die Regelung zielt darauf ab, sowohl Verbrauchern als auch Unternehmen Vorteile zu bieten. Laut der Schufa-Vorstandsvorsitzenden Tanja Birkholz könnten betroffene Verbraucher ihre Bonität schneller verbessern, während Unternehmen frühzeitiger zu ihrem Geld kämen.

Ein negativer Schufa-Eintrag entsteht in der Regel, wenn Rechnungen auch nach mehreren Mahnungen nicht bezahlt werden. Dies kann erhebliche Konsequenzen haben, da eine schlechtere Bonitätsbewertung etwaige Kredite verteuern kann. Die Schufa errechnet anhand von umfassenden Daten, wie zuverlässig Verbraucher ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen. Diese Informationen sind für Banken, Händler oder Dienstleister entscheidend, um Risiken bei Vertragsabschlüssen zu minimieren. Betroffene erfahren oft erst dann von einem negativen Eintrag, wenn es bei neuen Kreditverträgen oder ähnlichen Anliegen Probleme gibt.

Die neue Regelung betrifft sowohl künftige als auch bereits bestehende Einträge. Etwa 60.000 Verbraucher mit ausgeglichenen Zahlungsstörungen, die vor dem 1. Januar 2025 gemeldet wurden, erfüllen die Voraussetzungen für die frühzeitige Löschung. Insgesamt könnten schätzungsweise weitere 60.000 Menschen von der neuen 100-Tage-Regelung profitieren. Damit möchte die Schufa zeigen, dass sie den Bedürfnissen moderner Verbraucher entgegenkommt und dennoch ihre Funktion als zuverlässige Auskunftei wahrnimmt.

Die Schufa verfügt aktuell über Daten von rund 68 Millionen Menschen in Deutschland. Diese umfassen Informationen wie bestehende Kredite, Girokonten und Kreditkarten. Auf Basis dieser Daten wird ein sogenannter Basis-Score berechnet, der die Wahrscheinlichkeit angibt, mit der eine Person finanzielle Verpflichtungen erfüllt. Der Score ist eine zentrale Kennzahl für die Kreditwürdigkeit und wird von verschiedenen Institutionen verwendet. Allerdings steht die Schufa regelmäßig in der Kritik, da die genauen Berechnungsgrundlagen des Scores nicht offengelegt werden. Kritiker fordern mehr Transparenz, während die Schufa argumentiert, dass dies Manipulationen vorbeugen soll.

Verbraucher können ihre persönlichen Daten einmal jährlich kostenlos anfordern. Seit Januar 2024 ermöglicht auch die App der Schufa-Tochter Bonify einen direkten Zugriff auf den Basis-Score und etwaige Negativeinträge. Ziel der Schufa bleibt, ein Gleichgewicht zwischen Verbraucherschutz und den Interessen der Wirtschaft zu wahren.

Schufa FinanzenBankensektor

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