ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Scalable Capital trotzt der Finanzierungskrise

Erfolgreiche 60-Millionen-Euro-Investition sichert Wachstum und stärkt Position in der Neobroker-Branche

Scalable Capital trotzt der Finanzierungskrise

Trotz der aktuellen Herausforderungen in der Finanzierung von Start-ups konnte der digitale Vermögensverwalter Scalable Capital erfolgreich 60 Millionen Euro bei Investoren einsammeln. Diese erfreuliche Nachricht wurde am Donnerstag vom Münchener Fintech-Unternehmen mitgeteilt, wobei der Londoner Wagniskapitalgeber Balderton als neuer Investor hervorsticht.

Der Firmenchef von Scalable Capital, Erik Podzuweit, äußerte sich zu diesem Erfolg: "Wir sind bei der Bewertung stabil geblieben. Damit sind wir sehr zufrieden." Konkrete Zahlen wurden nicht genannt, aber der Datendienstleister Pitchbook hatte das Unternehmen kürzlich mit einer Bewertung von 1,7 Milliarden Dollar bewertet. Seit seiner Gründung im Jahr 2014 konnte Scalable insgesamt 320 Millionen Euro an Investitionen einsammeln und gehört somit zu den sogenannten Einhörnern, Start-ups, die einen Wert von über einer Milliarde Dollar erreicht haben.

Die aktuelle Situation in der Finanzierung von Fintech-Unternehmen ist jedoch alles andere als einfach. Während die Investitionen im gesamten Start-up-Sektor in diesem Jahr um etwa die Hälfte zurückgegangen sind, verzeichnete die deutsche Fintech-Branche laut Pitchbook einen Einbruch von fast 80 Prozent. Dieser Rückgang ist auf Faktoren wie die Zinswende, Inflation und wirtschaftliche Unsicherheiten zurückzuführen, die das Investitionsklima negativ beeinflusst haben. Zusätzlich haben Skandale wie der um die Kryptobörse FTX und der Kollaps der Silicon Valley Bank das Vertrauen der Investoren erschüttert.

Dennoch zeigt sich Erik Podzuweit optimistisch und zufrieden mit der Erweiterung der Finanzierungsrunde aus dem Sommer 2021. Er betonte, dass Balderton ein erfahrener Investor sei und bereits in das erfolgreiche britische Fintech Revolut investiert habe. Die Partnerschaft zwischen Balderton und Scalable Capital wird weiter gestärkt, da Rana Yared, eine Partnerin von Balderton, in das Board des Fintechs eintreten wird.

Neben Balderton ist auch der deutsche Investor HV Capital erneut an der Finanzierungsrunde beteiligt, diesmal über seinen neuen Wachstumsfonds. Das frische Kapital soll Scalable Capital dabei unterstützen, die führende digitale Investmentplattform in Europa zu werden und weiter zu expandieren. Mit Beteiligungen von Unternehmen wie Blackrock aus den USA und Tencent aus China ist Scalable Capital auf einem guten Weg, seine Position als einer der wichtigsten Neobroker in Deutschland zu festigen. Das Anlagevermögen des Unternehmens soll noch in diesem Jahr die Marke von 17 Milliarden Euro erreichen, was ein beeindruckendes Wachstum darstellt.

Erik Podzuweit plant, die zusätzlichen Mittel in die Weiterentwicklung der digitalen Investmentplattform zu investieren und gleichzeitig den Kapitalpuffer des Unternehmens zu stärken. Trotz des beachtlichen Wachstums beim Anlagevermögen verzeichnet Scalable Capital immer noch Verluste. Eine Unternehmenssprecherin betonte jedoch, dass Scalable bereits profitabel sein könnte, aber bewusst in nachhaltiges Wachstum investiert werde.

In Bezug auf einen möglichen Börsengang äußerte sich Podzuweit zurückhaltend und erklärte, dass ein Börsengang für das Unternehmen frühestens in vier bis fünf Jahren in Betracht käme. Über mögliche Interessen seitens der Deutschen Bank an Scalable Capital wollte er keine Informationen preisgeben. Im Sommer hatten jedoch Finanzkreise berichtet, dass es Kontakte zwischen dem größten deutschen Kreditinstitut und den Eigentümern von Scalable Capital gebe. Die Zukunft des Neobrokers scheint also weiterhin spannend zu bleiben.

Scalable CapitalInvestitionenFinanzierung

Disclaimer