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Sazerac erhöht Druck auf Brown-Forman mit 15-Milliarden-Dollar-Angebot

Der Spirituosenhersteller Sazerac wendet sich direkt an Aktionäre von Brown-Forman und fordert erneute Prüfung des abgelehnten Übernahmeangebots.

Sazerac erhöht Druck auf Brown-Forman mit 15-Milliarden-Dollar-Angebot

Sazerac gibt nicht auf. Der amerikanische Spirituosenhersteller, bekannt für BuzzBallz-Cocktails und Buffalo Trace Bourbon, hat ein Schreiben an eine Gruppe von Aktionären von Brown-Forman gerichtet. Darin fordert Sazerac die Investoren auf, ein zuvor abgelehntes Übernahmeangebot in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar erneut zu prüfen.

Der Appell richtet sich gezielt an Inhaber von Class-A-Aktien – darunter Mitglieder der Familie Brown, Nachfahren des Unternehmensgründers. Diese Gruppe kontrolliert derzeit die Stimmrechtsmehrheit bei Brown-Forman und hat damit das entscheidende Wort über die Zukunft des Konzerns.

Druck auf das Management wächst

Mit dem direkten Schreiben an die Aktionäre erhöht Sazerac den Druck auf das Management von Brown-Forman erheblich. Das Unternehmen steht ohnehin unter Zugzwang: Es versucht, die Performance hinter seinen bekannten Marken wie Jack Daniel's Whiskey, Woodford Reserve Bourbon und Herradura Tequila zu steigern. Hinzu kommt, dass CEO Lawson Whiting Anfang dieses Monats seinen Rücktritt ankündigte – er will sein Amt niederlegen, sobald ein Nachfolger gefunden ist.

Brown-Forman ist einer der bedeutendsten Spirituosenkonzerne der Welt. Jack Daniel's gehört zu den meistverkauften Whiskey-Marken global und ist auch in Deutschland ein bekannter Name. Für deutsche Anleger, die in den amerikanischen Spirituosensektor investiert sind, ist die Übernahmeschlacht daher von besonderem Interesse.

Familienaktionäre und Brown-Forman lehnen Angebot ab

Brown-Forman und Wolf Pen Branch – ein Zusammenschluss von Familienmitgliedern der Browns, die die Mehrheit der Class-A-Aktien halten – reagierten gemeinsam auf den neuerlichen Vorstoß von Sazerac. In einer gemeinsamen Erklärung wiesen sie das unaufgeforderte Angebot zurück.

„Wir sind von der Stärke und der Wettbewerbsposition des Geschäfts überzeugt und glauben, dass das Unternehmen gut positioniert ist, um langfristigen Wert für alle Aktionäre zu schaffen", hieß es in der Mitteilung von Wolf Pen Branch. Die Botschaft ist klar: Die Familie Brown hat kein Interesse daran, die Kontrolle über das Unternehmen abzugeben.

Ob Sazerac mit dem direkten Appell an die Aktionäre letztlich Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Solange die Familie Brown die Stimmrechtsmehrheit hält und geschlossen gegen das Angebot vorgeht, dürfte eine feindliche Übernahme kaum durchsetzbar sein. Der Schritt zeigt jedoch, dass Sazerac entschlossen ist, den Druck aufrechtzuerhalten und die Übernahmediskussion nicht einfach enden zu lassen.

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