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Saudi-Baukonzern MGC plant Börsengang mit 799 Millionen Dollar Volumen

Mutlaq Al-Ghowairi Contracting Co. strebt den ersten großen Golf-IPO 2026 an – mit einer Bewertung von bis zu 2,67 Milliarden Dollar.

Saudi-Baukonzern MGC plant Börsengang mit 799 Millionen Dollar Volumen

Das saudi-arabische Bauunternehmen Mutlaq Al-Ghowairi Contracting Co. (MGC) plant einen Börsengang an der Riader Börse und will dabei bis zu 3 Milliarden Rial – umgerechnet rund 799 Millionen US-Dollar – einsammeln. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die Bloomberg am Sonntag zitierte. Der IPO markiert einen bedeutenden Schritt für den saudi-arabischen Kapitalmarkt.

Im Rahmen des Angebots bringen die bestehenden Aktionäre insgesamt 240 Millionen Aktien auf den Markt, was einem Anteil von 30 Prozent am Unternehmen entspricht. Die festgelegte Preisspanne liegt zwischen 11 und 12,50 Rial je Aktie. Wird der obere Rand der Spanne erzielt, käme MGC auf eine Gesamtbewertung von rund 10 Milliarden Rial, was etwa 2,67 Milliarden US-Dollar entspricht.

Erster großer Golf-IPO des Jahres 2026

Das Angebot gilt als der erste bedeutende Börsengang der Golfregion im laufenden Jahr 2026. Zugleich ist es die erste nennenswerte Neunotierung seit Ausbruch des Konflikts zwischen den USA und dem Iran, der den regionalen Handel und die Energiemärkte spürbar belastet hat. Der saudi-arabische Aktienmarkt hat sich in diesem Umfeld besser geschlagen als mehrere regionale Wettbewerber – gestützt durch höhere Ölpreise und die diversifizierte Ölexportinfrastruktur des Königreichs.

Der Börsengang fällt in eine Phase, in der der saudi-arabische Kapitalmarkt nach einem verhaltenen Jahresauftakt erste Erholungszeichen zeigt. Im bisherigen Jahresverlauf 2026 wurden lediglich zwei Unternehmen am saudi-arabischen Hauptmarkt notiert: das IT-Dienstleistungsunternehmen Dar Albalad for Business Solutions sowie das Bergbauunternehmen Saleh Abdulaziz Al Rashed & Sons. Beide Titel notieren seit ihrem Börsendebüt über ihren jeweiligen Emissionspreisen.

Zu Jahresbeginn hatten Bewertungsbedenken die IPO-Aktivitäten im Königreich noch deutlich gebremst. Auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten kam es bei mehreren geplanten Börsengängen zu Verzögerungen, da geopolitische Spannungen die Investorenstimmung in der gesamten Region belasteten.

MGC: Infrastrukturexperte mit soliden Zahlen

MGC wurde 1977 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Riad. Das Unternehmen ist auf Wasser- und Verkehrsinfrastrukturprojekte in ganz Saudi-Arabien spezialisiert und blickt damit auf eine fast fünf Jahrzehnte lange Unternehmensgeschichte zurück. Laut Börsenprospekt erzielte MGC in den sechs Monaten bis Ende 2025 einen Gewinn von 420 Millionen Rial bei einer Nettogewinnmarge von 28,1 Prozent – ein solider Wert für die Baubranche.

Bloomberg hatte bereits berichtet, dass MGC schon im vergangenen Jahr einen Börsengang in Erwägung gezogen hatte. Als Finanzberater für die Transaktion fungieren Al Rajhi Capital und Morgan Stanley, zwei renommierte Häuser mit starker Präsenz in der Region.

Für deutsche Privatanleger ist der MGC-IPO ein weiteres Indiz dafür, dass der saudi-arabische Kapitalmarkt trotz geopolitischer Turbulenzen an Attraktivität gewinnt. Saudi-Arabien treibt im Rahmen seiner Vision 2030 die Diversifizierung der Wirtschaft voran – Infrastrukturunternehmen wie MGC spielen dabei eine zentrale Rolle.

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