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Saudi-Arabien setzt auf Lithium und Bergbau

Zukunftsprojekt zur Lithiumgewinnung und Investitionen in Pakistans Rohstoffsektor

Saudi-Arabien setzt auf Lithium und Bergbau

Der saudi-arabische Ölkonzern Aramco plant, in Zusammenarbeit mit der King Abdullah University for Science and Technology (KAUST), Lithium aus Ölnebenschlussprodukten zu extrahieren. Das Projekt, das unter der Leitung des Start-ups Lithium Infinity, auch bekannt als Lihytech, steht, wird von Aramco und dem saudi-arabischen Bergbauunternehmen Ma'aden unterstützt. Der saudi-arabische Bergbauminister Bandar Alkhorayef bezeichnete das Vorhaben als vielversprechend, betonte jedoch, dass es derzeit noch nicht kommerziell tragfähig sei.

Lithium ist ein zentraler Bestandteil von Batterien, die in Elektroautos, Laptops und Smartphones verwendet werden. Laut vorherigen Berichten planen nationale Ölkonzerne in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, Lithium aus Ölnebenprodukten zu gewinnen. Während des Future Minerals Forums in Riad unterzeichneten Aramco und Ma'aden eine unverbindliche Absichtserklärung, um die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens zur Exploration und Förderung von Energiewendemineralien zu prüfen. Ziel sei es, Lithium aus hochkonzentrierten Vorkommen zu extrahieren und kosteneffiziente Technologien zur direkten Lithiumgewinnung weiterzuentwickeln. Eine kommerzielle Produktion könnte frühestens 2027 beginnen.

Neben diesem Projekt plant die saudi-arabische Bergbaugesellschaft Manara Minerals, in den Reko-Diq-Bergbau in Pakistan zu investieren. Dieses Vorhaben wird von der saudischen Entwicklungsbank unterstützt, die über 100 Millionen US-Dollar in Pakistans Bergbauinfrastruktur investieren könnte. Laut Alkhorayef sei die Verbesserung der Infrastruktur ein zentraler Aspekt, um die wirtschaftliche Rentabilität des Projekts sicherzustellen. Ohne diese Maßnahmen wären die finanziellen Rahmenbedingungen des Deals wenig attraktiv.

Manara, ein Gemeinschaftsunternehmen zwischen Ma'aden und dem Public Investment Fund (PIF) im Wert von 925 Milliarden US-Dollar, wurde im Rahmen der saudi-arabischen Strategie zur Diversifizierung der Wirtschaft gegründet. Ziel ist es, die Abhängigkeit des Königreichs vom Ölsektor zu reduzieren. Im vergangenen Jahr führten Vertreter von Manara Gespräche in Pakistan über den Erwerb eines Minderheitsanteils an der Reko-Diq-Mine, die als eine der größten unerschlossenen Kupfer-Gold-Lagerstätten der Welt gilt. Das Projekt wird gemeinsam von Barrick Gold und Pakistan betrieben.

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