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Saudi-Arabien erhöht Raffinerieauslastung deutlich

Rückgang bei Rohölexporten wird durch starke Verarbeitung und Produktabsatz abgefedert

 Saudi-Arabien erhöht Raffinerieauslastung deutlich

Saudi-Arabien hat seine Ölverarbeitung deutlich gesteigert und profitiert dabei von starken Gewinnmargen in der Raffineriebranche. Diese Entwicklung hilft dem Königreich, Einnahmeverluste auszugleichen, die durch rückläufige Rohölpreise und sinkende Exporte entstehen. In den vergangenen Jahren hat Saudi-Arabien massiv in den Ausbau und die Modernisierung seiner Raffinerie- und Petrochemie-Kapazitäten investiert – sowohl im Inland als auch im Ausland. Ziel ist es, die wachsende Nachfrage nach Kraftstoffen und Kunststoffen zu bedienen und gleichzeitig Absatzwege für das eigene Rohöl zu sichern.

Im Inland betreibt Saudi-Arabien neun Raffinerien mit einer Gesamtkapazität von 3,33 Millionen Barrel pro Tag, was rund drei Prozent der weltweiten Nachfrage entspricht. Diese Anlagen sind auf die Verarbeitung des heimisch geförderten Rohöls ausgelegt. Zusätzlich verfügt das Land über 4,3 Millionen Barrel Raffineriekapazität im Ausland, unter anderem in China, den USA und Malaysia.

Im März 2025 erreichten die inländischen Raffinerien mit 2,94 Millionen Barrel pro Tag ein saisonales Rekordniveau. Dieser Wert lag nur knapp unter dem bisherigen Höchststand von 2,96 Millionen Barrel aus dem April 2024. Gleichzeitig sanken die Rohölexporte des Landes im März um zwölf Prozent auf 5,75 Millionen Barrel pro Tag. Dies verdeutlicht die Flexibilität Saudi-Arabiens, zwischen dem direkten Verkauf von Rohöl und dessen eigener Weiterverarbeitung zu wechseln.

Für April wird mit einem leichten Rückgang der Raffinerieaktivitäten um etwa 200.000 Barrel pro Tag gerechnet, was auf planmäßige Wartungsarbeiten zurückzuführen ist. Dennoch sollen die Verarbeitungsmengen vor dem Höhepunkt der Sommersaison weiterhin hoch bleiben. Die Ausfuhren raffinierter Produkte wie Diesel, Benzin, Kerosin und Heizöl stiegen im März auf ein Rekordniveau von 1,58 Millionen Barrel pro Tag, gingen im April auf 1,48 Millionen und im Mai bisher auf 1,42 Millionen zurück.

Die integrierte Strategie von Saudi Aramco erlaubt es dem Unternehmen, Preisschwankungen am Ölmarkt besser zu bewältigen. Während Rohölpreise unter Druck stehen, bleiben die Raffineriemargen stabil. Dies ist besonders relevant, da das OPEC+-Bündnis seit April 2,2 Millionen Barrel pro Tag zusätzlich auf den Markt bringt. Diese Ausweitung des Angebots belastet die Preise zusätzlich.

Saudi Aramco verarbeitete 2024 rund 28 Prozent seiner Rohölproduktion im Inland, ein Anstieg gegenüber 26 Prozent im Vorjahr. Darüber hinaus stellte das Unternehmen 53 Prozent des Rohöls für seine internationalen Joint-Venture-Raffinerien bereit.

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