Sartorius stabilisiert sich trotz Umsatzrückgang
Positive Auftragseingänge und US-Markt bieten Wachstumschancen, China bleibt herausfordernd

Der Pharma- und Laborzulieferer Sartorius hat im dritten Quartal des Jahres 2024 einen Umsatz- und Gewinnrückgang verzeichnet, gleichzeitig jedoch einen deutlichen Anstieg des Auftragseingangs gemeldet. In den ersten neun Monaten des Jahres sank der Umsatz um 2,8 Prozent auf 2,47 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen aus Göttingen mit. Dies stellt eine Verbesserung dar, da der Umsatzrückgang nach sechs Monaten mit über drei Prozent noch stärker ausgefallen war. Das operative Ergebnis (Ebitda) verringerte sich im gleichen Zeitraum um 6,4 Prozent auf 686 Millionen Euro. Der Auftragseingang stieg dagegen um 5,7 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro, was zu positiven Reaktionen auf dem Aktienmarkt führte.
Der Vorstandsvorsitzende von Sartorius, Joachim Kreuzburg, erklärte, dass sich die Geschäftslage nach den pandemiebedingten Schwankungen stabilisiert habe und das Unternehmen auf Kurs sei, seine Jahresprognose zu erreichen. Als Folge dieser positiven Aussichten stieg der Aktienkurs des Unternehmens um bis zu 18 Prozent und erreichte zeitweise etwa 271 Euro, womit Sartorius der stärkste Wert im DAX war.
Sartorius hatte während der Corona-Pandemie stark von der hohen Nachfrage nach Produkten profitiert, die für die Herstellung von Covid-19-Impfstoffen und -Medikamenten benötigt wurden, und zeitweise Wachstumsraten von rund 50 Prozent erzielt. Diese Sonderkonjunktur endete jedoch im letzten Jahr abrupt, und seitdem hat das Unternehmen mit einer Zurückhaltung der Bestellungen zu kämpfen, da die Kunden ihre Lagerbestände abbauten. Inzwischen scheint dieser Prozess bei den meisten Kunden abgeschlossen zu sein, was die Nachfrage nach Verbrauchsmaterialien wieder steigen lässt.
In China hingegen bleibt die Marktsituation schwierig, was sich insbesondere auf die Laborsparte von Sartorius auswirkt. Laut Kreuzburg halten sich die Kunden in China weiterhin zurück, da sie auf das Stimulierungsprogramm der Regierung warten, das bisher noch keine signifikanten Auswirkungen auf das Geschäft des Unternehmens gehabt habe. Im Gegensatz dazu zeigt sich Sartorius auf dem nordamerikanischen Markt optimistischer. Kreuzburg betonte, dass dieser Markt in der Branche nach wie vor der wichtigste sei und auch gute Zukunftsaussichten biete, insbesondere durch umfangreiche Stimulierungsprogramme im Bereich Life Sciences und dem biopharmazeutischen Sektor.
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Zur AktienanalyseDie Anleger zeigten sich erleichtert über die Geschäftszahlen und die bestätigte Prognose.


