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Santander übertrifft Gewinnerwartungen und startet 5-Milliarden-Euro-Aktienrückkauf

Spanische Großbank kündigt überraschend Übernahme von Webster Financial für 12,3 Milliarden Dollar an.

Santander übertrifft Gewinnerwartungen und startet 5-Milliarden-Euro-Aktienrückkauf

Die Banco Santander hat im vierten Quartal 2025 die Analystenerwartungen deutlich übertroffen und gleichzeitig ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 5 Milliarden Euro (5,91 Milliarden Dollar) genehmigt. Die spanische Großbank überraschte die Märkte zudem mit der Ankündigung, die US-Regionalbank Webster Financial für 12,3 Milliarden Dollar zu übernehmen.

Der Nettogewinn der in Madrid ansässigen Bank erreichte im Schlussquartal 3,76 Milliarden Euro – ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit übertraf Santander die Konsensschätzung von 3,41 Milliarden Euro deutlich. Auch beim Gesamtertrag lag das Institut mit 16,11 Milliarden Euro über den Erwartungen von 15,675 Milliarden Euro.

Die positive Entwicklung führt Santander auf eine robuste Kundenaktivität, widerstandsfähige Nettozinserträge und gestiegene Gebühreneinnahmen zurück. Der Gesamtertrag legte im Vergleich zum Vorjahr um 1 Prozent zu. Santander ist gemessen an der Marktkapitalisierung derzeit die größte Bank Kontinentaleuropas, erwirtschaftet jedoch einen Großteil ihrer Gewinne in Lateinamerika und den USA.

Expansion in den USA im Fokus

Mit der Übernahme von Webster Financial baut Santander ihre Präsenz im Nordosten der USA massiv aus. Die Bank hat in den Vereinigten Staaten bereits einen vollwertigen digitalen Kreditgeber etabliert und ihre Investmentbank gestärkt. Die Akquisition der Regionalbank markiert nun den nächsten strategischen Schritt in einem der wichtigsten Märkte für das spanische Institut.

Für 2026 peilt Santander ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich an. Zudem sollen die Kosten sinken und der Gewinn weiter steigen – allerdings ohne Berücksichtigung der Webster-Übernahme sowie der Integration der britischen TSB und der Veräußerung des Polen-Geschäfts.

Ambitionierte Mittelfristziele

Nach Abschluss der US-Transaktion prognostiziert die Bank für 2027 ein zweistelliges Umsatzwachstum und ein Gewinnplus im mittleren Zehnerbereich. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital – eine Schlüsselkennzahl für die Profitabilität – soll bis 2028 die Marke von 20 Prozent überschreiten.

Die vorgezogene Veröffentlichung der Quartalszahlen – einen Tag früher als geplant – unterstreicht das Selbstbewusstsein des Managements. Mit dem Aktienrückkaufprogramm signalisiert Santander zudem Vertrauen in die eigene Ertragskraft und will Aktionäre direkt am Erfolg beteiligen.

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