Samsung-Gewinn sinkt im zweiten Quartal drastisch
US-Exportregeln und China-Geschäft belasten den Technologiekonzern zusätzlich

Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung Electronics rechnet im zweiten Quartal 2025 mit einem deutlich geringeren Betriebsgewinn als im Vorjahr. Nach eigenen Angaben soll dieser rund 4,59 Billionen Won betragen, was umgerechnet etwa 2,86 Milliarden Euro entspricht. Das Ergebnis liegt damit 56 Prozent unter dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums und bleibt deutlich hinter den Erwartungen von Marktanalysten zurück.
Einer Umfrage der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zufolge hatten Ökonomen mit besseren Zahlen gerechnet. Im Durchschnitt verfehlte Samsung die Prognosen der befragten Fachleute um 23 Prozent. Die vorgelegten Zahlen basieren auf einer ersten Schätzung und gelten als vorläufig. Eine detaillierte Bilanz will das Unternehmen voraussichtlich gegen Ende des Monats veröffentlichen.
Samsung nannte mehrere Gründe für den starken Rückgang. Insbesondere die Exportbeschränkungen der US-Regierung für KI-Chips nach China wirken sich negativ auf das Geschäft aus. Diese Regelungen betreffen nicht nur amerikanische Firmen, sondern auch internationale Anbieter wie Samsung, sofern deren Produkte Komponenten enthalten, die auf US-Technologie basieren. China gilt für den Konzern als einer der wichtigsten Absatzmärkte.
Zusätzlich sorgen angedrohte Strafzölle durch den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump für Verunsicherung und erschweren die Geschäftsperspektiven weiter. Die politische Entwicklung in den USA hat damit direkten Einfluss auf das wirtschaftliche Umfeld für südkoreanische Unternehmen mit globaler Ausrichtung.
Das schwache Chip-Geschäft bleibt ebenfalls ein Belastungsfaktor für den Konzern. Als einer der größten Halbleiterproduzenten weltweit hängt ein großer Teil von Samsungs Profitabilität von der Nachfrage in diesem Bereich ab. Die Kombination aus politischem Druck, regulatorischen Hürden und konjunktureller Schwäche schlägt sich nun spürbar in den Quartalszahlen nieder.
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Zur AktienanalyseDer Hauptsitz von Samsung Electronics befindet sich in Suwon, südlich der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Von dort aus koordiniert der Technologieriese sein weltweites Geschäft. Trotz der aktuellen Einbußen bleibt Samsung einer der größten Akteure auf dem globalen Elektronikmarkt. Die weiteren Geschäftsaussichten dürften jedoch maßgeblich davon abhängen, wie sich das geopolitische Umfeld und die internationale Handelspolitik entwickeln.


