Samsung erwartet Rekordgewinn durch Chippreise
Starke KI-Nachfrage treibt Speicherchip-Geschäft im vierten Quartal

Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung Electronics hat einen starken Anstieg seines operativen Gewinns im vierten Quartal prognostiziert. Das Unternehmen rechnet für den Zeitraum von Oktober bis Dezember mit einem operativen Ergebnis von rund 20 Billionen Won, was nahezu einer Verdreifachung gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Damit würde Samsung einen neuen Quartalsrekord erreichen und den bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2018 übertreffen. Hintergrund dieser Entwicklung sind vor allem gestiegene Preise für konventionelle Speicherchips sowie eine anhaltend hohe Nachfrage im Zusammenhang mit Anwendungen der künstlichen Intelligenz.
Die aktuelle Marktsituation zeigt, dass Hersteller von Speicherchips Schwierigkeiten haben, das Nachfragewachstum zu bedienen. Speicherlösungen werden zunehmend in Rechenzentren, Servern, Personal Computern und mobilen Endgeräten eingesetzt, um KI-Anwendungen zu ermöglichen. Das begrenzte Angebot hat zu einem deutlichen Preisanstieg geführt, insbesondere bei DRAM-Chips. Nach Marktdaten legten die Vertragspreise bestimmter DRAM-Produkte im vierten Quartal um ein Vielfaches gegenüber dem Vorjahr zu, und weitere Preissteigerungen werden für das laufende Quartal erwartet.
Samsung profitiert als weltweit größter Anbieter von Speicherchips besonders von dieser Entwicklung. Der Halbleiterbereich dürfte den größten Beitrag zum operativen Ergebnis leisten und im vierten Quartal den überwiegenden Teil des Gewinns erwirtschaften. Auch der Umsatz des Konzerns soll deutlich gestiegen sein und ein Rekordniveau erreicht haben. Gleichzeitig zeigt sich, dass die stark gestiegenen Speicherpreise nicht alle Geschäftsbereiche gleichermaßen begünstigen.
Analysten weisen darauf hin, dass höhere Kosten für Speicherkomponenten die Margen in anderen Sparten belasten könnten. Insbesondere im Mobilfunkgeschäft wird mit einem rückläufigen Ergebnis gerechnet, da es schwierig sein dürfte, steigende Produktionskosten vollständig an die Kunden weiterzugeben. Auch für Hersteller von Rechenzentren, PCs und Smartphones besteht das Risiko, dass hohe Komponentenpreise die Nachfrage dämpfen.
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Zur AktienanalyseTrotz dieser Risiken bleibt der Ausblick für das Halbleitergeschäft positiv. Experten erwarten, dass die Angebotsknappheit bei Speicherchips bis ins Jahr 2026 anhalten könnte, da die Investitionen in Rechenzentren weltweit zunehmen und neue Produktionskapazitäten nur langsam aufgebaut werden. Zusätzlich wird Samsung für die kommenden Jahre Wachstumspotenzial im Bereich moderner Hochleistungsspeicher gesehen, insbesondere bei Hochbandbreitenspeichern, die in spezialisierten KI-Chips eingesetzt werden.


