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Sam Bankman-Fried: FTX-Gründer beantragt neues Verfahren aus Haft

Der verurteilte Krypto-Unternehmer will Prozess neu aufrollen – neue Zeugen sollen Anklage widerlegen

Sam Bankman-Fried: FTX-Gründer beantragt neues Verfahren aus Haft

Sam Bankman-Fried, der wegen Betrugs verurteilte Mitbegründer der zusammengebrochenen Kryptobörse FTX, hat aus der Haft heraus einen Antrag auf ein neues Verfahren gestellt. Der am 5. Februar datierte Antrag wurde am Dienstag offiziell beim Bundesgericht in Manhattan registriert. Bemerkenswert: Bankman-Fried vertritt sich in dieser Angelegenheit selbst, der Antrag erfolgte "pro se" ohne anwaltliche Unterstützung.

Der 32-Jährige verbüßt derzeit eine 25-jährige Haftstrafe wegen Betrugs im Zusammenhang mit dem spektakulären Zusammenbruch seiner Kryptobörse FTX. In seinem Schriftsatz argumentiert er, dass neue Zeugenaussagen die Argumentation der Staatsanwaltschaft widerlegen könnten. Der Antrag läuft unabhängig von der bereits eingelegten formellen Berufung gegen seine Verurteilung aus dem Jahr 2023.

Historische Verurteilung im Krypto-Sektor

Im November 2023 wurde Bankman-Fried im Fall "United States v. Bankman-Fried" in allen sieben Anklagepunkten schuldig gesprochen. Die Vorwürfe umfassten Betrug, Verschwörung und Geldwäsche. Am 28. März 2024 verhängte das Gericht die 25-jährige Haftstrafe und ordnete zusätzlich die Einziehung von 11 Milliarden US-Dollar an.

Der Fall gilt als einer der größten Finanzskandale in der Geschichte der Kryptowährungsbranche. FTX, einst die drittgrößte Kryptobörse der Welt, kollabierte im November 2022 innerhalb weniger Tage. Milliarden von Dollar an Kundengeldern waren verschwunden, was zu einer Welle von Insolvenzen im Krypto-Sektor führte.

Rechtliche Strategie bleibt unklar

Welche konkreten neuen Zeugenaussagen Bankman-Fried vorbringen will, geht aus den bisher bekannten Dokumenten nicht hervor. Juristen bewerten die Erfolgsaussichten eines solchen Antrags generell als gering, insbesondere nach einer so eindeutigen Verurteilung in allen Anklagepunkten. Die Tatsache, dass sich der Verurteilte selbst vertritt, könnte auf begrenzte rechtliche Optionen hindeuten.

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