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Salzgitter dämpft Erwartungen für 2025

Konjunkturschwäche und Preisdruck belasten – Besserung erst im kommenden Jahr erwartet

Salzgitter dämpft Erwartungen für 2025

Der Stahlkonzern Salzgitter rechnet aufgrund der anhaltend schwachen Nachfrage mit einem verhaltenen Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr. Das Unternehmen teilte mit, dass die wirtschaftliche Schwächephase die Margen 2025 weiter unter Druck hält, auch wenn sich die Stahlpreise zuletzt leicht erholt haben. Die positiven Effekte dieser Preisentwicklung dürften sich jedoch erst im Jahr 2026 deutlich in den Bilanzen niederschlagen.

Für das Gesamtjahr erwartet Salzgitter nun, nur noch die untere Hälfte seiner bisherigen Prognosespannen zu erreichen. Beim Umsatz rechnet der Konzern mit einem Wert leicht über neun Milliarden Euro – zuvor lag die Zielspanne zwischen 9,0 und 9,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) wird nun zwischen 300 und 350 Millionen Euro erwartet, nach bisher bis zu 400 Millionen Euro. Beim Ergebnis vor Steuern rechnet das Management mit einem Verlust von 50 bis 100 Millionen Euro, statt wie zuvor mit einem möglichen Ausgleich.

Im dritten Quartal 2025 zeigte sich dennoch ein Lichtblick. Während der Außenumsatz um rund elf Prozent auf 2,2 Milliarden Euro sank, konnte der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um mehr als ein Fünftel auf 107,2 Millionen Euro zulegen. Das Vorsteuerergebnis drehte mit 11,1 Millionen Euro wieder ins Plus, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 153 Millionen Euro verbucht worden war.

In der ersten Jahreshälfte hatten ein schwaches konjunkturelles Umfeld und eine rückläufige Stahlnachfrage die Geschäfte belastet. Die vorsichtigeren Ziele spiegeln laut Unternehmensangaben die Markterwartungen wider. Analysten gehen davon aus, dass sich der Druck auf den europäischen Stahlmarkt erst mit möglichen EU-Maßnahmen und einer konjunkturellen Belebung 2026 spürbar verringern wird.

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