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Salmonellen-Ausbruch in den USA: Jalapeños aus Mexiko verantwortlich

345 Erkrankte in 27 US-Bundesstaaten – kontaminierte Jalapeño-Paprikas aus Sinaloa lösen Rückrufe bei Chipotle und QDOBA aus.

Salmonellen-Ausbruch in den USA: Jalapeños aus Mexiko verantwortlich

Die US-Gesundheitsbehörden untersuchen einen bundesstaatenübergreifenden Ausbruch von Salmonella-Javiana-Infektionen, der mit frischen Jalapeño-Paprikas aus Mexiko in Verbindung gebracht wird. Bis zum 5. August erkrankten in 27 US-Bundesstaaten insgesamt 345 Personen an dem betreffenden Salmonellenstamm. 36 Patienten mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden; Todesfälle wurden bisher nicht gemeldet.

Die Untersuchung wird gemeinsam von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC), der US-Arzneimittelbehörde FDA sowie staatlichen und lokalen Gesundheitsbehörden durchgeführt. Die gemeldeten Erkrankungen begannen laut FDA zwischen dem 19. Juni und dem 20. Juli. Die betroffenen Fälle erstrecken sich über den Mittleren Westen, den Süden und den Westen der USA – ein Hinweis auf die weite Verbreitung der kontaminierten Ware.

Salmonellen sind stäbchenförmige Bakterien, die Salmonellose verursachen können, eine häufige durch Lebensmittel übertragene Erkrankung. Typische Symptome sind Durchfall, Fieber und Bauchkrämpfe, die sich in der Regel 12 bis 72 Stunden nach dem Verzehr kontaminierter Lebensmittel entwickeln und vier bis sieben Tage andauern. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, ältere Erwachsene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Kontaminierte Jalapeños aus Sinaloa, Mexiko

Die Infektionen wurden mit Jalapeño-Paprikas aus der mexikanischen Region Sinaloa in Verbindung gebracht, die vom Unternehmen Coast Citrus Distributors an Großhändler, Restaurants und Catering-Betriebe – darunter mexikanische Restaurantketten in den USA – geliefert wurden. Eine große Mehrheit der befragten Patienten gab an, vor ihrer Erkrankung in mexikanischen Restaurants gegessen zu haben, darunter Chipotle Mexican Grill und QDOBA. Die betreffenden Mahlzeiten wurden im Zeitraum vom 14. Juni bis zum 14. Juli eingenommen.

Nachdem sie über den Ausbruch informiert wurden, stellten sowohl Chipotle Mexican Grill als auch QDOBA die Ausgabe der betroffenen Jalapeños ein. In QDOBA-Restaurants werden derzeit generell keine Jalapeño-Paprikas mehr serviert. Coast Citrus Distributors hat einem Rückruf der mit dem Ausbruch in Verbindung stehenden Jalapeños zugestimmt.

Auch Taylor Farms, ein bedeutender in Kalifornien ansässiger Lebensmittelproduzent, rief zubereitete Produkte mit Jalapeño-Paprikas zurück – darunter im Einzelhandel verkaufte Salsa und Guacamole. Das Unternehmen stellte den Bezug von einem Landwirt in Sinaloa ein, nachdem dieser als mögliche Kontaminationsquelle identifiziert wurde. Zu den Kunden von Taylor Farms zählt unter anderem Taco Bell des Konzerns Yum Brands. Da die Produkte aus dem Handel entfernt wurden, sieht die FDA derzeit kein fortbestehendes Risiko für Verbraucher durch diese Einrichtungen.

Schutzmaßnahmen für Verbraucher und Betriebe

Großhändler, Restaurants und Gastronomiebetriebe sollten laut FDA keine frischen Jalapeños verkaufen oder servieren, die von Coast Citrus Distributors aus Sinaloa importiert wurden. Zurückgerufene Jalapeños – auch solche, die möglicherweise eingefroren wurden – sowie alle frischen Jalapeños aus Sinaloa sollten entsorgt werden, sofern der Lieferant nicht eindeutig bestätigt werden kann. Verbraucher, die kürzlich in einem mexikanischen Restaurant gegessen haben und erkrankt sind, sollten umgehend ärztliche Hilfe aufsuchen.

Zu den gängigen Behandlungsmethoden bei Salmonellose zählen Antibiotika wie Fluorchinolone, Azithromycin und Cephalosporine der dritten Generation, die laut CDC in der Regel bei schweren Fällen oder Hochrisikopatienten eingesetzt werden. Restaurants und Einzelhändler wurden zudem angewiesen, Oberflächen und Behälter, die mit den betroffenen Produkten in Kontakt gekommen sein könnten, besonders sorgfältig zu reinigen und zu desinfizieren.

Der aktuelle Ausbruch ereignet sich zeitgleich mit Ermittlungen zu einem weiteren Bundesstaaten übergreifenden Ausbruch – diesmal von Cyclosporose, der ebenfalls mit Produkten von Taylor Farms in Verbindung gebracht wird. Salmonellen gehören zu den häufigsten Ursachen lebensmittelbedingter Erkrankungen in den USA und verursachen laut CDC jährlich schätzungsweise 1,35 Millionen Infektionen. Historisch gesehen zählen zu den größten US-Ausbrüchen ein milchbedingter Ausbruch 1985 mit 5.770 bestätigten Fällen, ein eierbedingter Ausbruch 2010 mit 3.578 Erkrankungen sowie ein Jalapeño- und Serrano-bedingter Ausbruch 2008 mit 1.442 Betroffenen.

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