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Saks-Insolvenz: Beiersdorf drohen 22 Mio. Dollar Verlust

Der US-Luxuskaufhaus-Riese Saks Global ist insolvent. Deutsche Anleger aufgepasst: Beiersdorf steht mit 22,2 Millionen Dollar auf der Gläubigerliste – Chanel führt mit 136 Millionen Dollar.

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Saks-Insolvenz: Beiersdorf drohen 22 Mio. Dollar Verlust

Nur ein Jahr nach der Fusion von Saks Fifth Avenue und Neiman Marcus ist der Traum vom amerikanischen Luxus-Imperium geplatzt. Saks Global hat ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 beantragt – eine der größten Pleiten im US-Einzelhandel seit der Pandemie.

Die Schockwelle trifft auch Deutschland: Der Hamburger Konzern Beiersdorf taucht mit ungesicherten Forderungen von 22,2 Millionen Dollar auf Platz 11 der Gläubigerliste auf. Verantwortlich dafür ist die Luxus-Tochter La Prairie, die über Saks ihre Premium-Hautpflegeprodukte vertrieb. Das Unternehmen selbst hält sich bedeckt: "Zu laufenden rechtlichen Verfahren äußern wir uns grundsätzlich nicht."

Chanel und LVMH besonders betroffen

Die französische Luxusmarke Chanel steht mit Abstand am höchsten in der Kreide: 136 Millionen Dollar an offenen Forderungen machen sie zum größten Gläubiger. Für die Kering-Gruppe (Gucci, Saint Laurent, Balenciaga) geht es um knapp 60 Millionen Dollar.

Auch der Weltmarktführer LVMH muss mit Ausfällen von rund 26 Millionen Dollar rechnen. Die Schweizer Richemont-Gruppe (Cartier, Montblanc) steht mit 30 Millionen Dollar in den Büchern. Weitere prominente Namen auf der Liste: Estée Lauder (16 Mio.), Brunello Cucinelli (21,3 Mio.) und Burberry (9,5 Mio.).

Schuldenfinanzierte Expansion als Verhängnis

Der 2,7 Milliarden Dollar schwere Zusammenschluss wurde 2024 größtenteils mit Fremdkapital gestemmt – rund zwei Milliarden Dollar an Schulden. Investoren wie Amazon und Salesforce stiegen zwar ein, doch das Geschäftsmodell funktionierte nicht.

Die Konkurrenz durch Online-Shops wuchs rasant. Gleichzeitig begannen Luxusmarken, verstärkt über eigene Stores zu verkaufen – ein doppelter Schlag für die Kaufhauskette. Ende Dezember konnte Saks eine Zinszahlung über 100 Millionen Dollar nicht mehr bedienen.

Notverkäufe und Führungswechsel

In der Verzweiflung verkaufte der Konzern die Neiman-Marcus-Immobilie in Beverly Hills und versuchte, Anteile an der Nobel-Kette Bergdorf Goodman abzustoßen. Nun übernimmt Geoffroy van Raemdonck, ehemaliger Neiman-Marcus-Chef, das Ruder.

Er ersetzt Richard Baker – jenen Mann, der auch in Deutschland für Schlagzeilen sorgt. Über seine NRDC Equity Partners hält Baker die Mehrheit am angeschlagenen Galeria-Konzern. Seine schuldenfinanzierte Expansionsstrategie hatte bereits bei Hudson's Bay und Galeria Kaufhof zu Problemen geführt.

Weiterbetrieb gesichert – vorerst

Die Kaufhäuser bleiben zunächst geöffnet. Ein Finanzierungspaket über 1,75 Milliarden Dollar soll den Betrieb während der Sanierung sichern. Ob die Gläubiger am Ende ihr Geld sehen, ist jedoch fraglich.

Für Beiersdorf-Aktionäre dürfte der potenzielle Ausfall verkraftbar sein – bei einem Jahresumsatz von über 10 Milliarden Euro. Dennoch zeigt der Fall: Selbst etablierte Konzerne sind nicht vor den Risiken im volatilen Luxussegment gefeit. Die Saks-Insolvenz könnte zum Menetekel für die gesamte Branche werden.

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