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Saks Global schließt 15 weitere Filialen im Insolvenzverfahren

Der angeschlagene US-Luxushändler streicht zwölf Saks-Fifth-Avenue- und drei Neiman-Marcus-Standorte.

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Saks Global schließt 15 weitere Filialen im Insolvenzverfahren

Saks Global setzt seine Restrukturierung im Rahmen des laufenden Insolvenzverfahrens konsequent fort. Der amerikanische Luxuseinzelhändler gab am Freitag bekannt, weitere 15 Filialen zu schließen – darunter zwölf Standorte von Saks Fifth Avenue und drei Häuser von Neiman Marcus. Ziel ist es, Verluste zu reduzieren und das Geschäft auf profitablere Standorte im gehobenen Segment zu konzentrieren.

Mit dieser Ankündigung hat das Unternehmen den Prozess der Schließung unrentabler Filialen weitgehend abgeschlossen. Allerdings führt Saks Global noch Gespräche mit einzelnen Vermietern, um die endgültige Anzahl der verbleibenden Standorte festzulegen. Unberührt bleibt das Portfolio der beiden Bergdorf-Goodman-Häuser in New York, die als Flaggschiffe im Luxussegment gelten.

Hintergrund: Milliardenschulden und Lieferantenprobleme

Saks Global hatte Anfang des Jahres Insolvenz mit Schulden in Höhe von 3,4 Milliarden US-Dollar angemeldet – nur rund ein Jahr nachdem ein ambitionierter Deal Saks Fifth Avenue, Bergdorf Goodman und Neiman Marcus unter einem Konzerndach vereint hatte. Schwache Umsätze hatten dazu geführt, dass das Unternehmen Zahlungen an Lieferanten einstellte und Warenbestände verlor, da namhafte Marken die Belieferung stoppten.

Zu den betroffenen Lieferanten zählten Luxusgiganten wie Chanel, Dolce & Gabbana und der LVMH-Konzern. Auch Vermieter und der Technologieriese Amazon äußerten Bedenken hinsichtlich offener Forderungen für bereits gelieferte Waren. Diese Konflikte konnten inzwischen weitgehend beigelegt werden.

Positive Signale beim Warenfluss

Saks Global meldet erste Fortschritte bei der Stabilisierung des Geschäftsbetriebs. Mehr als 500 Marken haben die Belieferung wieder aufgenommen und Waren im Wert von fast 1,3 Milliarden US-Dollar freigegeben. Am 20. Februar erteilte ein US-Insolvenzrichter zudem die endgültige Genehmigung für eine Insolvenzfinanzierung, die dem Unternehmen frische Mittel in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar zur Verfügung stellt.

In einer früheren Schließungsrunde hatte Saks Global bereits die meisten Saks-OFF-Fifth-Standorte sowie die verbliebenen Neiman-Marcus-Last-Call-Filialen aufgegeben. Das Unternehmen setzt damit auf eine klare Strategie: Konzentration auf das Kernsegment des Luxuseinzelhandels mit einer schlanken, profitablen Filialstruktur.

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