Saks Global meldet Insolvenz an: Luxusriesen schulden 200 Mio. $
Die Muttergesellschaft der Luxuskaufhäuser Saks Fifth Avenue, Neiman Marcus und Bergdorf Goodman hat Insolvenz angemeldet. Allein Chanel und Kering stehen Forderungen von fast 200 Millionen Dollar gegenüber.

Saks Global, die Muttergesellschaft der renommierten Luxuskaufhäuser Saks Fifth Avenue, Neiman Marcus und Bergdorf Goodman, hat am frühen Mittwochmorgen Insolvenz nach Chapter 11 bei einem Gericht in Houston angemeldet. Der Antrag offenbart ein dramatisches Ausmaß an Verbindlichkeiten gegenüber führenden Luxusmarken.
Massive Forderungen der Luxusmarken
Die Liste der Gläubiger liest sich wie das Who's Who der Luxusindustrie. Chanel steht eine Forderung von 136 Millionen Dollar zu, während Kering – das Unternehmen hinter Gucci, Yves Saint Laurent und Balenciaga – noch fast 60 Millionen Dollar einfordert. Die vollständige Gläubigerliste im Insolvenzantrag erstreckt sich über drei Seiten und verdeutlicht die Dimension der finanziellen Schieflage.
Gescheiterte Rettungsversuche
Richard Baker, Executive Chairman von Saks Global und Architekt der 2,7 Milliarden Dollar schweren Fusion der beiden Luxuseinzelhändler vor gut einem Jahr, kämpfte in den vergangenen Wochen verzweifelt um die Rettung seines Unternehmens. Er appellierte erfolglos an die Eigenkapitalgeber der Transaktion, darunter Amazon und die Private-Equity-Firma Rhône Group, zusätzliches Kapital bereitzustellen.
Parallel versuchte Bakers Finanzteam, Führungskräfte der Bank of America und anderer Kreditgeber zu überzeugen, Beschränkungen bei einem 1,8 Milliarden Dollar schweren vermögensbasierten Kredit zu lockern. Alle angefragten Parteien – Amazon, Rhône und BofA – lehnten eine Stellungnahme ab.
Bedeutung für den Luxuseinzelhandel
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Zur AktienanalyseDie Insolvenz von Saks Global markiert einen Wendepunkt für den amerikanischen Luxuseinzelhandel. Die Gruppe vereint drei der prestigeträchtigsten Kaufhausketten der USA unter einem Dach. Das Scheitern der erst vor Kurzem vollzogenen Fusion wirft Fragen über die Zukunftsfähigkeit traditioneller Luxuskaufhäuser im Zeitalter des Online-Handels auf.
Die Anleihegläubiger zeigten sich offenbar nicht überzeugt, dass Baker die richtige Person sei, um das Unternehmen durch die Restrukturierung zu führen. Der Umfang der Verbindlichkeiten und die gescheiterten Rettungsversuche lassen auf tiefer liegende strukturelle Probleme schließen.


