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Saks Fifth Avenue schließt Filialen und halbiert sich in der Insolvenz

Der US-Luxuskaufhauskonzern schrumpft drastisch: Von 33 Standorten bleiben künftig nur noch rund 13 übrig.

Saks Fifth Avenue schließt Filialen und halbiert sich in der Insolvenz

Saks Fifth Avenue zieht drastische Konsequenzen aus seiner Insolvenz: Die Muttergesellschaft Saks Global kündigte an, bis Ende Mai zwölf weitere Filialen zu schließen. Damit halbiert sich das Filialnetz des amerikanischen Luxuskaufhauses auf landesweit noch etwa 13 Standorte. Vor dem Insolvenzantrag im Januar 2026 betrieb das Unternehmen noch rund 33 Häuser.

Die aktuellen Schließungen sind nicht die ersten ihrer Art. Bereits im Februar hatte Saks Global im Rahmen einer ersten Überprüfung die Schließung von acht Standorten bekanntgegeben. Die nun angekündigten zwölf weiteren Schließungen unterstreichen das Ausmaß der Restrukturierung, die das Unternehmen durchläuft.

Flaggschiff an der Fifth Avenue bleibt erhalten

Trotz des massiven Stellenabbaus bleibt das wohl bekannteste Haus des Konzerns bestehen: das Flaggschiff-Kaufhaus an der New Yorker Fifth Avenue in Manhattan. Dieses gilt als Herzstück der Marke und Symbol des amerikanischen Luxuseinzelhandels. Auch der New Yorker Standort von Bergdorf Goodman – mit einem Damen- und einem Herrenkaufhaus auf gegenüberliegenden Straßenseiten – bleibt erhalten.

Von den Einschnitten betroffen ist auch die Schwestermarke Neiman Marcus: Vier weitere Filialen werden geschlossen, womit landesweit noch etwa 32 Neiman-Marcus-Standorte verbleiben. Neiman Marcus hatte bereits während seines eigenen Insolvenzverfahrens im Jahr 2020 sein Filialnetz ausgedünnt. Die erneuten Schließungen zeigen, wie stark der stationäre Luxuseinzelhandel in den USA unter Druck steht.

Für deutsche Anleger und Beobachter des Luxussegments verdeutlicht der Fall Saks Global einen strukturellen Wandel im Hochpreissegment. Der stationäre Handel kämpft gegen Online-Konkurrenz, veränderte Konsumgewohnheiten und gestiegene Betriebskosten. Auch europäische Luxuskonzerne wie LVMH oder Kering beobachten die Entwicklungen in den USA genau, da der amerikanische Markt für viele Premiummarken ein zentraler Absatzmarkt bleibt.

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