Sainsbury's verkauft Argos für 120 Millionen Pfund an Swift Partners
Der britische Supermarktriese trennt sich von der Handelskette Argos und schärft damit seinen Fokus auf das Lebensmittelgeschäft.

Der britische Supermarktkonzern Sainsbury's hat sich auf den Verkauf der Handelskette Argos für 120 Millionen Britische Pfund geeinigt. Mit diesem Schritt will sich das Unternehmen künftig stärker auf sein Kerngeschäft mit Lebensmitteln konzentrieren. Der Deal markiert einen bedeutenden strategischen Kurswechsel für eine der größten Supermarktketten Großbritanniens.
Hinter dem Käufer Swift Partners verbirgt sich ein eigens für diese Übernahme gegründetes Unternehmen. Zu den beteiligten Personen gehört unter anderem Richard Pennycook, der frühere Chef der Co-operative Group. Swift Partners wurde damit gezielt für die Übernahme der Argos-Marke ins Leben gerufen.
Argos bleibt in Sainsbury's-Filialen präsent
Trotz des Eigentümerwechsels bleibt Argos für Kunden weitgehend unverändert. Im Rahmen der Vereinbarung wird Argos weiterhin in den Filialen von Sainsbury's vertreten sein. Darüber hinaus sollen Produkte der Marke Habitat weiterhin über Argos vertrieben werden, und Kunden können auch künftig am Nectar-Bonusprogramm von Sainsbury's teilnehmen.
Sainsbury's betonte ausdrücklich, dass der Betrieb für Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten unverändert weiterlaufen werde. Diese Zusicherung dürfte vor allem die rund um Argos beschäftigten Mitarbeiter beruhigen, die angesichts des Eigentümerwechsels Unsicherheiten befürchten könnten. Auch für Lieferanten bleibt die Geschäftsbeziehung damit stabil.
Transaktion soll im Februar abgeschlossen werden
Der Abschluss der Transaktion ist für den kommenden Februar geplant. Bis dahin laufen die Vorbereitungen und regulatorischen Prozesse, die bei einem solchen Unternehmensverkauf in Großbritannien üblich sind. Für Sainsbury's bedeutet der Vollzug des Deals den Abschluss einer strategischen Neuausrichtung, die das Unternehmen klar als Lebensmittelhändler positioniert.
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Zur AktienanalyseArgos ist in Großbritannien eine bekannte Katalog- und Einzelhandelskette, die ein breites Sortiment von Elektronik über Haushaltsgeräte bis hin zu Spielzeug anbietet. Sainsbury's hatte Argos im Jahr 2016 übernommen, um sein Non-Food-Angebot zu stärken. Mit dem nun vereinbarten Verkauf dreht Sainsbury's diese Strategie um und setzt wieder voll auf das Lebensmittelgeschäft als Wachstumstreiber.
Für deutsche Anleger und Beobachter des europäischen Einzelhandels ist der Deal ein weiteres Zeichen dafür, dass große Supermarktketten zunehmend auf Fokussierung statt Diversifizierung setzen. Der Trend, Non-Food-Sparten abzustoßen und sich auf das profitable Kerngeschäft zu konzentrieren, ist auch bei anderen europäischen Handelshäusern zu beobachten.


