ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

SABIC trennt sich von europäischen Sparten

Verkauf von Sabic Europe und Thermoplastikgeschäft bringt Milliarden-Erlöse

SABIC trennt sich von europäischen Sparten

Der saudi-arabische Chemiekonzern Saudi Basic Industries Corporation wird seine Beteiligungen an SABIC Europe sowie das Geschäft mit technischen Thermoplasten in Europa und Amerika veräußern. Das Unternehmen teilte am Donnerstag in einer Börsenmitteilung mit, dass entsprechende Vereinbarungen unterzeichnet wurden. Mit den Transaktionen setzt SABIC einen weiteren Schritt in der strategischen Neuausrichtung seines Portfolios um und trennt sich von Geschäftsbereichen außerhalb des angestrebten Kernfokus.

Demnach soll SABIC Europe vollständig an die in München ansässige Vermögensverwaltungsgesellschaft AEQUITA verkauft werden. Der vereinbarte Unternehmenswert für diese Transaktion beläuft sich auf 1,875 Milliarden Saudi-Riyal, was umgerechnet rund 500 Millionen US-Dollar entspricht. Der Abschluss der Übernahme steht unter dem Vorbehalt der üblichen regulatorischen Genehmigungen sowie der Erfüllung vertraglich festgelegter Bedingungen.

Parallel dazu wird das Geschäft mit technischen Thermoplasten, das Aktivitäten in Europa und Amerika umfasst, an das ebenfalls in München ansässige Beteiligungsunternehmen Mutares SE & Co. KGaA veräußert. Für diesen Bereich wurde ein Unternehmenswert von 1,6875 Milliarden Saudi-Riyal vereinbart, was rund 450 Millionen US-Dollar entspricht. Auch diese Transaktion soll nach Zustimmung der zuständigen Behörden vollzogen werden.

SABIC erklärte, dass die Veräußerungen Teil eines umfassenderen Programms zur Verbesserung der Kapitalrendite des Konzerns seien. Durch den Verkauf von Geschäftsbereichen mit vergleichsweise niedriger Rendite sollen finanzielle Mittel freigesetzt werden, die künftig gezielt in wachstumsstärkere Aktivitäten und strategische Kernsegmente fließen sollen. Insbesondere der Fokus auf das globale Chemikaliengeschäft soll dadurch weiter geschärft werden.

Darüber hinaus wird der Verkauf des Geschäfts mit technischen Thermoplasten dem Konzern ermöglichen, seine operative Komplexität zu reduzieren und Managementressourcen stärker auf zentrale Produktlinien zu konzentrieren. SABIC betonte, dass die betroffenen Geschäfte über etablierte Marktpositionen verfügen und mit den neuen Eigentümern Perspektiven für eine eigenständige Weiterentwicklung erhalten sollen.

Die Transaktionen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem sich SABIC mit einem herausfordernden Marktumfeld konfrontiert sieht. Schwankende Rohstoffpreise und ein intensiver Wettbewerb in der chemischen Industrie haben in den vergangenen Quartalen den Ergebnisdruck erhöht. Vor diesem Hintergrund verfolgt der Konzern eine konsequentere Priorisierung von Investitionen und Portfolioentscheidungen.

Nach Angaben des Unternehmens basiert die Umrechnung der Kaufpreise auf einem Wechselkurs von 3,75 Saudi-Riyal je US-Dollar. Weitere finanzielle Details zu den Auswirkungen der Verkäufe auf Bilanz und Ergebnis von SABIC wurden nicht genannt.

SABICChemiebrancheRohstoffe

Disclaimer