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Ryanairs Gewinneinbruch schockiert Börse

Sinkende Ticketpreise belasten auch Konkurrenten Easyjet und Wizz Air

Ryanairs Gewinneinbruch schockiert Börse

Der Billigflieger Ryanair hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2024/25 wegen gesunkener Ticketpreise deutlich weniger verdient als erwartet. Der Gewinn der Airline brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 46 Prozent auf 360 Millionen Euro ein. Dies liegt weit unter den Prognosen der Analysten, die mit einem Gewinn von 538 Millionen Euro gerechnet hatten.

Die gesunkenen Ticketpreise machen Europas größtem Billigflieger zu schaffen. Im ersten Quartal sanken die Preise pro Passagier um durchschnittlich 15 Prozent. Diese Entwicklung führte dazu, dass die Ryanair-Aktie an der Dubliner Börse um mehr als 12 Prozent fiel.

Auch die Aktienkurse der Konkurrenz zeigten deutliche Reaktionen auf die schlechten Nachrichten von Ryanair. Die Aktien von Easyjet und Wizz Air verloren zeitweise mehr als sieben Prozent an Wert. Auch die Papiere der International Airlines Group (IAG), zu der British Airways, Iberia und Air Lingus gehören, lagen rund 3,6 Prozent im Minus.

Konzernchef Michael O'Leary erklärte, dass die Nachfrage im zweiten Quartal zwar stark sei, die Preise jedoch niedriger blieben als erwartet. Er rechne damit, dass die Ticketpreise im zweiten Quartal deutlich unter denen des Vorjahres liegen werden. O'Leary betonte, dass die Preisgestaltung weiterhin nach unten tendiere. Besonders in den Sommermonaten, in denen Ryanair üblicherweise den Großteil seines Gewinns erzielt, versuchte die Airline die Tarife zu erhöhen. Diese Versuche seien jedoch am Widerstand der Verbraucher gescheitert.

Finanzchef Neil Sorahan äußerte sich ebenfalls zu den fallenden Preisen. Er erklärte, dass die Verbraucher sparsamer und vorsichtiger seien, was zur Preisentwicklung beitrage. Es sei schwer vorherzusagen, wann die Preise wieder anziehen könnten.

Auch Marktexperten zeigten sich besorgt über die aktuelle Lage. Gerald Khoo, Analyst bei Liberum Capital, schrieb: „Wir erwarten ein erhebliches Abwärtsrisiko für die Konsensschätzungen.“ Er warnte, dass eine aggressivere Preisgestaltung des Marktführers wahrscheinlich negative Folgen für die anderen europäischen Fluggesellschaften haben werde.

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