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Ryanair plant kostenloses WLAN ab 2029 – O'Leary nennt Bedingungen

Technologische Fortschritte sollen Treibstoffkosten senken und gratis Internet in allen Flugzeugen ermöglichen.

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Ryanair plant kostenloses WLAN ab 2029 – O'Leary nennt Bedingungen

Ryanair-Chef Michael O'Leary hat angekündigt, dass die Billigfluggesellschaft innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre kostenloses WLAN auf allen Flügen anbieten könnte. Voraussetzung dafür seien jedoch entscheidende technologische Fortschritte bei der Platzierung der benötigten Antennen.

Derzeit befinde sich Ryanair noch in Gesprächen mit mehreren Anbietern, darunter Elon Musks Starlink, Amazon Web Services und Vodafone. Das Problem: Die aktuellen WLAN-Systeme erfordern eine Antenne auf dem Flugzeugdach, was zu einem erhöhten Luftwiderstand führt. Dies würde Ryanair jährlich rund 200 Millionen Dollar an zusätzlichen Treibstoffkosten verursachen – ein Betrag, den die Airline nicht zu tragen bereit ist.

"Der Knackpunkt ist, dass die WLAN-Anbieter davon ausgehen, dass unsere Kunden dafür bezahlen werden, und wir glauben nicht, dass sie das tun werden", erklärte O'Leary in einem Interview. Die Low-Cost-Strategie von Ryanair basiert darauf, Zusatzkosten zu vermeiden, die an Passagiere weitergegeben werden müssten.

Technische Lösung in Sicht

O'Leary zeigte sich optimistisch, dass sich die Technologie schnell weiterentwickelt. Künftige Antennen könnten im Gepäckraum oder in der Bugnase des Flugzeugs untergebracht werden, wodurch die aerodynamischen Nachteile und damit die Mehrkosten für Treibstoff entfielen. "Dann werden wir in der Lage sein, unseren Kunden auf allen Ryanair-Flügen kostenloses WLAN anzubieten", sagte er.

Die Ankündigung erfolgt nach einem öffentlichen Schlagabtausch zwischen O'Leary und Tesla-Chef Elon Musk in den sozialen Medien. O'Leary hatte zunächst die Installation von Starlink-Systemen in Ryanairs Flotte von über 600 Flugzeugen ausgeschlossen. Scherzhaft merkte er an, dass beide den Streit fortsetzen könnten, um "noch mehr kostenlose Werbung" zu generieren.

Forderung nach staatlicher Unterstützung bei Drohnenabwehr

Unabhängig vom WLAN-Thema forderte O'Leary, dass europäische Regierungen die Kosten für Maßnahmen zur Abwehr von Drohnenangriffen übernehmen sollten. Solche Angriffe haben in den vergangenen Monaten den Flugverkehr in Europa wiederholt gestört. Europäische Beamte machen die hybride Kriegsführung Russlands dafür verantwortlich – eine Behauptung, die Moskau zurückweist.

"Warum sollten Fluggesellschaften dafür bezahlen? Die Sicherung des Luftraums ist eine staatliche Verantwortung, es ist eine Verteidigungsstrategie", betonte der Ryanair-Chef. Er forderte, dass Europa deutlich mehr in Verteidigungsfähigkeiten investieren müsse. "Wenn Putin Europas Verteidigungsfähigkeit respektiert, dann werden Sie keine weiteren Drohnenangriffe mehr erleben", so O'Leary.

Für Ryanair-Passagiere bedeutet die Ankündigung, dass sie möglicherweise ab 2029 ohne Aufpreis im Flugzeug surfen können – sofern die technischen Hürden wie geplant überwunden werden.

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