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Ryanair kündigt Rekordgewinn und Dividende an

Airline kündigt erstmals Dividendenausschüttung an

Ryanair kündigt Rekordgewinn und Dividende an

Michael O’Leary, bekannt für seine markigen Sprüche, präsentiert nun Zahlen, die für Aufsehen sorgen: Ryanair peilt einen Rekordgewinn an und plant, zum ersten Mal in der Firmengeschichte eine Dividende zu zahlen. Mit der Ankündigung, die Aktionäre mit 400 Millionen Euro am Unternehmenserfolg zu beteiligen, katapultierte sich die Aktie des Unternehmens um fast sieben Prozent in die Höhe. Dieser Schritt markiert einen Wendepunkt für die Airline, die bis dato nur Sonderdividenden ausgeschüttet hatte.

In der Zeit nach der Pandemie hat Ryanair die Früchte seiner Strategie geerntet: Eine gestiegene Nachfrage nach Flugreisen und eine Optimierung der Betriebskosten trugen zu einem Anstieg des Gewinns nach Steuern auf 1,85 bis 2,05 Milliarden Euro im aktuellen Geschäftsjahr bei. Die Erfolgszahlen wurden besonders durch das Geschäft im Sommer getragen, wo die Airline allein im ersten Halbjahr 2,18 Milliarden Euro einnahm, 60 Prozent mehr als im Vorjahr. Für die Wintermonate erwartet man allerdings einen Rückgang, da diese traditionell weniger profitabel sind.

Trotz der anstehenden Herausforderungen - von steigenden Treibstoffpreisen bis hin zu Lieferverzögerungen bei neuen Flugzeugen - bleibt das Management zuversichtlich. Die aktuelle Geschäftslage sei ein Zeichen des Vertrauens in die Richtung, die Ryanair eingeschlagen hat. Neil Sorahan, Finanzchef von Ryanair, berichtete von einem "relativ guten" Verlauf des dritten Quartals, mit Ticketpreisen, die zwischen zehn und 20 Prozent über denen des Vorjahres liegen.

Das Unternehmen hat eine starke Position im Markt aufgebaut, unter anderem durch niedrige Schulden und eine Politik, die auf das Zurückzahlen von Verbindlichkeiten ausgerichtet ist. Im Gegensatz zu einigen Wettbewerbern, die während der Pandemie auf Entlassungen setzten, konnte Ryanair durch kontinuierliche Betriebsoptimierung und schnelle Anpassungen an die neue Marktsituation einen Vorteil gewinnen.

Doch der langfristige Erfolg von Ryanair könnte von der Fähigkeit des Unternehmens abhängen, seine Kostenführerschaft aufrechtzuerhalten und sich den politischen sowie ökologischen Herausforderungen anzupassen. Die europäische Union drängt darauf, dass Fluggesellschaften stärker für ihre CO2-Emissionen zur Kasse gebeten werden, was unweigerlich zu höheren Ticketpreisen führen dürfte.

Michael O’Leary sieht jedoch weiterhin Wachstumspotential in Europa und hat ambitionierte Pläne: Bis zum Jahr 2034 möchte er die Anzahl der Passagiere auf 300 Millionen jährlich steigern, eine Zahl, die bisher von keiner Airline erreicht wurde.

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