Ryanair hebt Gewinnprognose deutlich an – Aktie profitiert
Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair erhöht ihre Jahresprognose für 2025/26 deutlich. Der Gewinn soll um rund ein Drittel steigen, getrieben durch höhere Ticketpreise und starke Frühbuchungen.

Ryanair, Europas größte Fluggesellschaft gemessen an den Passagierzahlen, hat am Montag ihre Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr nach oben korrigiert. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Gewinn nach Steuern zwischen 2,13 und 2,23 Milliarden Euro – ein Plus von etwa einem Drittel gegenüber dem Vorjahreswert von 1,61 Milliarden Euro.
Ticketpreise steigen stärker als erwartet
Der Hauptgrund für die optimistischere Prognose liegt in der positiven Preisentwicklung. Die Durchschnittspreise für Flugtickets sollen im Geschäftsjahr bis Ende März 2025 um 8 bis 9 Prozent steigen – und damit 1 bis 2 Prozentpunkte mehr als die im November prognostizierten 7 Prozent. Besonders die ersten drei Monate des Jahres 2026 zeigen bereits eine erfreuliche Entwicklung mit Tarifen deutlich über Vorjahresniveau.
"Obwohl das vierte Quartal nicht von Ostern profitiert, entwickeln sich die Tarife besser als im Vorjahr", erklärte Ryanair in einer offiziellen Mitteilung. Die starken Frühbuchungen für 2026 geben dem Management zusätzliches Vertrauen in die weitere Geschäftsentwicklung.
Italienische Geldstrafe belastet Bilanz
Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Ryanair muss eine Sonderbelastung von 256 Millionen Euro verkraften. Diese Summe steht im Zusammenhang mit einer Geldstrafe der italienischen Wettbewerbsbehörde, die im Dezember verhängt wurde. Das Unternehmen zeigt sich jedoch zuversichtlich, die Strafe im Berufungsverfahren aufheben zu können.
Ausblick für Anleger
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Zur AktienanalyseTrotz der italienischen Geldstrafe bleibt Ryanair auf Wachstumskurs. Die erhöhte Gewinnprognose von bis zu 2,23 Milliarden Euro unterstreicht die starke Marktposition des Billigfliegers. Für Anleger ist besonders die Fähigkeit des Unternehmens interessant, in einem wettbewerbsintensiven Markt höhere Preise durchzusetzen und gleichzeitig die Auslastung zu halten.
Die vorsichtige Formulierung "cautiously" in der Prognose zeigt allerdings, dass das Management trotz positiver Trends weiterhin mit Unsicherheiten rechnet – etwa durch geopolitische Risiken oder schwankende Treibstoffpreise.


