Ryanair-Boeing 737 notlandet in Griechenland nach Triebwerksproblem und Druckabfall
Ein Triebwerksausfall und ein herausgelöstes Fenster sorgten für einen gefährlichen Druckabfall – ein Passagier wurde verletzt.

Eine Boeing 737 von Ryanair musste in Griechenland notlanden, nachdem ein schwerwiegendes Triebwerksproblem und ein herausgelöstes Kabinenfenster zu einem raschen Druckabfall geführt hatten. Dabei wurde der Kopf eines Passagiers durch die entstandene Öffnung im Rumpf gedrückt. Der Vorfall ereignete sich kurz nach dem Start vom Flughafen Thessaloniki an einem frühen Freitagmorgen.
Die Piloten brachen den Steigflug in einer Höhe von rund 16.000 Fuß – etwa 4.900 Metern – ab und kehrten umgehend zum Abflughafen zurück. Der betroffene Passagier überlebte den Vorfall und wurde nach der Landung von Rettungskräften in Empfang genommen, wie ein Sprecher von Ryanair bestätigte.
Triebwerksausfall löste Kettenreaktion aus
Die US-amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NTSB (National Transportation Safety Board) erklärte, das Flugzeug sei „aufgrund eines Problems am rechten Triebwerk und eines Druckabfalls in der Kabine" zum Abflughafen zurückgekehrt. Die Behörde ist für die Untersuchung von Flugunfällen zuständig und koordiniert auch international entsprechende Ermittlungen.
Nach vorläufigen Informationen aus Untersuchungskreisen führte der Triebwerksausfall dazu, dass Trümmerteile gegen die Außenhülle des Flugzeugs prallten. Dies löste einen raschen Druckverlust in der Kabine aus und hatte zur Folge, dass ein Fenster aus dem Rumpf geschleudert wurde. Ein Passagier, der unmittelbar neben dem betroffenen Fenster saß, wurde durch den entstehenden Sog mit dem Kopf durch die Öffnung gedrückt.
Ein Beamter der zuständigen Zivilluftfahrtbehörde bestätigte diesen Hergang. Gleichzeitig fielen in der Kabine die Sauerstoffmasken herab – ein automatischer Sicherheitsmechanismus, der bei Druckabfall in Flugzeugen ausgelöst wird, um die Passagiere mit Atemluft zu versorgen.
Erinnerungen an frühere Zwischenfälle mit Boeing
Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Sicherheitsvorfällen rund um Boeing-Flugzeuge ein, die in den vergangenen Jahren weltweit für Schlagzeilen gesorgt haben. Besonders die 737-Baureihe stand wiederholt im Fokus von Sicherheitsdebatten. Für Ryanair, eine der größten Billigfluggesellschaften Europas mit einer Flotte, die nahezu ausschließlich aus Boeing-737-Maschinen besteht, ist der Vorfall ein erneuter Rückschlag.
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Zur AktienanalyseDie genauen Ursachen des Triebwerksausfalls sowie der Umstand, wie das Fenster aus dem Rumpf gelöst werden konnte, sind Gegenstand laufender Untersuchungen. Behörden und Fluggesellschaft haben bislang keine weiteren Details zu möglichen Vorschäden oder Wartungsarbeiten an der betroffenen Maschine veröffentlicht.
Für betroffene Passagiere und die Luftfahrtbranche bleibt der Vorfall ein eindringliches Beispiel dafür, wie schnell technische Defekte in großer Höhe lebensbedrohliche Situationen erzeugen können – und wie entscheidend das schnelle Handeln der Cockpit-Besatzung in solchen Momenten ist.


