ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Rüstungsaktien zweiter Reihe: Diese drei Titel haben noch Potenzial

Während Elbit Systems bereits 53 Prozent zulegte, schlummert bei weniger bekannten Rüstungswerten noch erhebliches Kurspotenzial.

Rüstungsaktien zweiter Reihe: Diese drei Titel haben noch Potenzial

Der Krieg zwischen Israel und dem Iran verändert die Rüstungsbranche grundlegend. Israels Verteidigungsministerium ordnete an, die Produktion deutlich zu beschleunigen – der Konflikt ist eine klassische Materialschlacht. Davon profitiert etwa Elbit Systems mit einem Kursplus von 53 Prozent seit Jahresbeginn, während der Tel-Aviv-Leitindex nur 18 Prozent schaffte.

Doch viele dieser Kursraketen sind bereits weit gelaufen. Für Einsteiger braucht es bei Titeln wie Elbit eine deutliche Korrektur, bevor sich ein Kauf wieder rechnet. Interessanter sind derzeit Zulieferer und Spezialisten, die als Flaschenhals in der Rüstungsproduktion fungieren – mit entsprechender Preismacht und wachsenden Gewinnmargen.

CACI International: Anti-Drohnen-Technologie als Wachstumstreiber

Der US-amerikanische Rüstungsspezialist CACI International vereint gleich mehrere Zukunftsthemen: Drohnenabwehr, Cybertechnologie und digitale Analysetools. Auf einer Investorenkonferenz im Januar hob das Unternehmen seine Prognosen für Umsatz und Gewinn an. Die Aktie legte daraufhin 16 Prozent zu – der S&P Midcap 400 schaffte im selben Zeitraum nur sechs Prozent.

Besonders die Anti-Drohnen-Sparte birgt erhebliche Kursfantasie. Der Irankrieg zeigte, dass klassische Raketenabwehrsysteme bei massivem Drohneneinsatz schnell an ihre Grenzen stoßen. CACIs Technologie legt die Kommunikation unbemannter Flugkörper lahm – sie lenkt Drohnen ab oder bringt sie zum Absturz. Zudem kauft CACI gezielt Know-how zu: 2024 übernahm der Konzern Applied Insight, einen KI-Spezialisten mit bestehenden Verträgen beim US-Verteidigungsministerium.

Concurrent Technologies: Robuste Hardware für das Schlachtfeld

Das britische Unternehmen Concurrent Technologies liefert IT-Hardware an große Rüstungskonzerne – spezialisiert auf Computer, die extremen Bedingungen standhalten: Hitze, Kälte, Staub, Feuchtigkeit und starke Vibrationen. Rund 90 Prozent des Umsatzes stammen aus den Bereichen Verteidigung und Luftfahrt.

Strategisch überzeugt die breite Diversifikation: 58 Prozent des Umsatzes entfallen auf Kunden außerhalb der Top-10-Abnehmer. Regional verteilt sich der Absatz auf die USA (47 Prozent), Europa (35 Prozent) sowie Asien und sonstige Märkte (18 Prozent). Obwohl sich der Kurs seit Anfang 2025 verdoppelt hat, notiert Concurrent gemessen am geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis noch immer günstiger als der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall.

Mildef Group: Schwedischer IT-Spezialist mit Bundeswehr-Anschluss

Der schwedische Techkonzern Mildef entwickelt IT-Systeme und Software für militärische Einsätze. Nach einem starken Kursanstieg folgte ein Rücksetzer, weil das Unternehmen Lieferprobleme einräumen musste und die Erwartungen verfehlte. Vorstandschef Daniel Ljunggren kündigte Anfang 2025 höhere Investitionen in den Kapazitätsausbau an.

Die Jahreszahlen 2025 sind dennoch überzeugend: Sowohl Umsatz als auch Gewinn legten deutlich zu. Skeptiker bemängeln den Rückgang der Bruttogewinnmarge von 49 auf 45 Prozent nach der Übernahme des deutschen Unternehmens Roda Computer. Dabei ist der Zukauf strategisch klug – er öffnet den Zugang zum deutschen Markt und zur Bundeswehr. Im Oktober 2025 meldete Mildef einen deutschen Rüstungsauftrag über rund 30 Millionen Euro.

Mildef gilt als spekulatives Investment. Die niedrigen Markterwartungen kombiniert mit vollen Auftragsbüchern könnten jedoch eine Kurswende einleiten. Anleger sollten allerdings Geduld mitbringen und zwischenzeitliche Rücksetzer einkalkulieren.

ETF als risikoärmere Alternative

Wer das Einzelwertrisiko scheut, kann auf den iShares Global Aerospace & Defence ETF (ISIN: IE000U9ODG19) setzen. Das Produkt kombiniert die großen Rüstungskonzerne mit mittelgroßen und kleineren Spezialisten aus der Branche – und bietet so eine breite Streuung über den gesamten Sektor.

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