Rüstungsaktien steigen: Nahost-Konflikt bewegt Europas Märkte
Eskalation im Nahen Osten treibt Verteidigungswerte nach oben, während Öl surgt und Airline-Aktien abstürzen.

Die Eskalation im Nahen Osten hat die globalen Finanzmärkte am Montag in Aufruhr versetzt. US-amerikanische und israelische Angriffe auf den Iran lösten breite Kursverluste bei Aktien-Futures in den USA, Europa und Asien aus – während Energiepreise und Rüstungsaktien kräftig zulegen konnten.
Europäische Verteidigungsunternehmen profitierten besonders stark von der neuen Sicherheitslage. BAE Systems legte um 7,9 Prozent zu, Saab und Thales stiegen jeweils um 6,1 Prozent. Auch deutsche Werte wie Hensoldt (+5,2 Prozent) und Rheinmetall (+3,5 Prozent) verzeichneten deutliche Kursgewinne. Analysten von JPMorgan sehen die Eskalation sogar als Kaufgelegenheit für Aktien.
Der Ölpreis schoss infolge der Spannungen in die Höhe. Anleger fürchten Störungen an der Straße von Hormus, einem der wichtigsten Energiekorridore weltweit. Über diese Meerenge wird ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels abgewickelt.
Airline-Aktien unter Druck
Besonders hart traf es die Luftfahrtbranche: Weltweit wurden mehr als 50 Prozent der Flüge in die Nahost-Region gestrichen. Airline-Aktien erlitten global scharfe Kursverluste, da Luftraumsperrungen und Flugausfälle das Geschäft massiv belasten.
Positive Signale kamen dagegen aus der europäischen Industrie. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe in der Eurozone erreichte im Februar den höchsten Stand seit 44 Monaten. Dies deutet auf eine spürbare Erholung der Industriekonjunktur hin – ein wichtiges Signal für die exportstarke deutsche Wirtschaft.
Miele trotzt schwierigem Umfeld
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseAuch auf Unternehmensebene gibt es bemerkenswerte Nachrichten aus Deutschland. Der Gütersloher Haushaltsgerätehersteller Miele steigerte seinen Umsatz 2025 trotz Gegenwind um 2,3 Prozent auf 5,16 Milliarden Euro. Treiber war dabei nicht das Privatkundengeschäft, sondern der Bereich Reinigungs- und Waschanlagen für Gewerbekunden wie Gastronomie, Feuerwehren und Labore.
Ebenfalls aus Berlin kommt eine Erfolgsgeschichte der Rüstungsbranche: Germandrones aus Berlin-Tegel hat sich seit Ende 2020 vom Agrardrohen-Hersteller zum Anbieter von Überwachungs- und Militärdrohnen gewandelt. Mit dem Modell „Songbird


