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Rüstungs-ETFs: Wie viel Potenzial nach dem Kursrausch bleibt

Rüstungsaktien zählen zu den größten Börsenstars 2025 – doch hohe Bewertungen werfen Fragen auf.

Rüstungs-ETFs: Wie viel Potenzial nach dem Kursrausch bleibt

Kaum eine Branche hat einen derart rasanten Imagewandel erlebt wie die Rüstungsindustrie. Was lange als moralisch fragwürdiges Investment galt und institutionelle Anleger abschreckte, entwickelte sich in kürzester Zeit zum gefragten Depotbaustein. Der Ukrainekrieg und die darauffolgende Aufrüstungswelle europäischer Staaten waren der Wendepunkt.

Mit dem geopolitischen Paradigmenwechsel setzte an den Börsen ein Stimmungsumschwung ein, der seinesgleichen sucht. Anleger, die früh auf diese sogenannte Zeitenwende setzten, wurden 2025 mit außergewöhnlichen Renditen belohnt. Die Zahlen sprechen für sich.

Rheinmetall und Hensoldt: Europas Rüstungsriesen im Höhenflug

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall legte 2025 um beeindruckende 158 Prozent zu. Hensoldt, der bayerische Sensor- und Elektronikspezialist, folgte mit einem Plus von 117 Prozent. Beide Werte zählen damit zu den stärksten Performern im europäischen Aktienuniversum.

Auch auf Indexebene zeigt sich die Stärke des Sektors deutlich. Der MSCI Europe Aerospace & Defense Index, der die großen europäischen Rüstungs- und Luft- und Raumfahrtunternehmen bündelt, kletterte 2025 um rund 60 Prozent. Für Privatanleger, die über Rüstungs-ETFs breit gestreut in den Sektor investierten, bedeutete das eine überdurchschnittliche Rendite gegenüber dem Gesamtmarkt.

Hohe Bewertungen als Risikofaktor

Nach dem steilen Kursanstieg stellt sich für Anleger nun die entscheidende Frage: Wie viel Potenzial steckt noch in Rüstungs-ETFs? Die Rally hat die Bewertungsniveaus vieler Unternehmen deutlich in die Höhe getrieben. Kurs-Gewinn-Verhältnisse, die früher als günstig galten, sind inzwischen ambitioniert.

Gleichzeitig bleiben die strukturellen Treiber intakt. Viele NATO-Staaten haben ihre Verteidigungsausgaben angehoben oder planen weitere Erhöhungen. Langfristige Rüstungsaufträge sichern den Unternehmen eine stabile Umsatzbasis – ein Argument, das Wachstumsinvestoren weiterhin anzieht.

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