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Rüstung und KI-Infrastruktur trotzen geopolitischer Marktvolatilität

Globale Kapitalmärkte verzeichnen starkes Wachstum – angeführt von Rüstung und KI trotz geopolitischer Risiken.

Rüstung und KI-Infrastruktur trotzen geopolitischer Marktvolatilität

Die globalen Kapitalmärkte zeigen sich zu Beginn des Jahres 2026 von ihrer widersprüchlichen Seite. Während geopolitische Spannungen und makroökonomische Unsicherheiten zahlreiche Branchen belasten, entwickeln sich Rüstung und KI-Infrastruktur zu den tragenden Säulen der Marktaktivität.

Laut LSEG-Daten stieg die globale Emission von Eigenkapital im ersten Quartal 2026 um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 211 Milliarden US-Dollar. Die IPO-Erlöse kletterten sogar um 47 Prozent auf 44 Milliarden Dollar. Bemerkenswert: Die Anzahl der Börsengänge sank gleichzeitig um vier Prozent – Investoren setzen also auf weniger, aber größere Transaktionen.

Als Paradebeispiel dieser Entwicklung gilt der 4,5 Milliarden Dollar schwere Börsengang der tschechischen Rüstungsgruppe CSG – die größte Transaktion des ersten Quartals. In den USA sind potenzielle Mega-IPOs von SpaceX, OpenAI und Anthropic in der Pipeline, die gemeinsam Dutzende Milliarden einbringen könnten. Das US-amerikanische IPO-Fundraising liegt bereits 91 Prozent über dem Vorjahreswert.

Staatliche Investitionen befeuern Rüstungssektor

Auch auf Regierungsseite fließt massiv Kapital in die Rüstungsinfrastruktur. In Nordamerika hat ein von Aecon geführtes Konsortium den Stage-1-Vertrag für das Arctic Over-the-Horizon Radar-Programm gewonnen. Das Projekt ist Teil eines 35 Milliarden Dollar umfassenden Militärinfrastrukturprogramms und soll laut Analysten von Raymond James langfristig stabile Nachfrage für spezialisierte Auftragnehmer, Ingenieurbüros und Logistikdienstleister sichern.

Parallel dazu rückt die Verbindung von KI und Energieinfrastruktur in den Fokus der Tech-Giganten. Nach der Rede von US-Präsident Trump, der Hyperscaler aufforderte, ihre eigene Stromversorgung bereitzustellen, haben Google, Microsoft, Amazon und Meta Investitionen in Stromerzeugung und Netzausbau zugesagt. Dieser Schritt löst eine regulatorische Neubewertung bei Versorgungsunternehmen und unabhängigen Stromerzeugern aus.

Geopolitische Risiken bremsen einzelne Börsengänge

Trotz der strukturellen Stärke in Schlüsselsektoren bleibt das Marktumfeld fragil. Verschärfte Konflikte zwischen den USA, Israel und dem Iran haben globale Schifffahrtsrouten gestört und belasten den Transport von Öl, Gas, Düngemitteln und Containervolumina erheblich. Diese Lieferkettenprobleme gefährden Hafenvolumina weltweit.

Mehrere hochkarätige IPO-Pläne wurden bereits verschoben. Der geplante 20-Milliarden-Dollar-Börsengang von Visma und die eine Milliarde Euro schwere Notierung des niederländischen Telekommunikationsunternehmens Odido wurden aufgrund geopolitischer und makroökonomischer Unsicherheiten zurückgestellt. Selbst der erfolgreiche Börsengang des japanischen Zahlungsdienstleisters PayPay verzögerte sich um einen Tag wegen der Spannungen im Nahen Osten.

Finanzexperten von Barclays und Goldman Sachs bezeichnen die institutionelle Nachfrage als „bemerkenswert widerstandsfähig

FinanzenMarktbericht

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