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Russlands Öl- und Gasproduktion im Wandel

Fördermengen sinken, Exporte steigen – Einfluss von Sanktionen und OPEC+

Russlands Öl- und Gasproduktion im Wandel

Russlands Produktion von Rohöl und Gaskondensat belief sich im Jahr 2024 auf 516 Millionen Tonnen, was umgerechnet 10,32 Millionen Barrel pro Tag entspricht. Dies teilte Vizepremierminister Alexander Nowak dem hausinternen Magazin des Energieministeriums mit. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang von 2,8 %. Hintergrund der reduzierten Ölförderung ist eine Vereinbarung mit der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) sowie deren Partnerstaaten, bekannt als OPEC+.

Die russische Ölindustrie unterliegt westlichen Sanktionen, darunter einem Embargo auf russische Seetransporte von Öl sowie einer Preisobergrenze von 60 US-Dollar pro Barrel. Diese Maßnahmen wurden im Zuge des anhaltenden Konflikts zwischen Moskau und der Ukraine verhängt. Trotz dieser Restriktionen konnte Russland Vorhersagen eines drastischen Produktionsrückgangs bislang widerlegen. Noch im März 2022 hatte die Internationale Energieagentur prognostiziert, dass der Markt bis zu drei Millionen Barrel pro Tag an russischem Rohöl verlieren könnte.

Die Erdgasproduktion Russlands stieg im Jahr 2024 um 7,6 % auf 685 Milliarden Kubikmeter. Auch die Exporte von verflüssigtem Erdgas (LNG) nahmen um vier Prozent auf 47,2 Milliarden Kubikmeter zu. Während der Westen Sanktionen gegen die russische Energiebranche aufrechterhält, hat Russland seine Rohölexporte in andere Märkte umgelenkt. Als Abnehmer gelten vor allem China und Indien, die als "freundliche" Länder eingestuft werden.

Nowak lobte das OPEC+-Abkommen und betonte, dass es sich positiv auf Russlands Einnahmen auswirke. Die höheren Preise für russisches Öl führten dazu, dass der Anteil der Öl- und Gaseinnahmen am Bundeshaushalt 2024 bei rund 30 % lag. Laut Angaben des Finanzministeriums stiegen die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft im vergangenen Jahr um 26 % auf 108 Milliarden US-Dollar, nachdem sie 2023 aufgrund niedrigerer Ölpreise und rückläufiger Gasexporte um 24 % gesunken waren.

Die Ölexporte beliefen sich im Jahr 2024 auf insgesamt 240 Millionen Tonnen, ein Anstieg gegenüber den 238,3 Millionen Tonnen im Jahr 2023. Diese Entwicklung entsprach den Prognosen der Regierung. Trotz der bestehenden Sanktionen und der begrenzten Produktionsmenge im Rahmen des OPEC+-Abkommens bleibt Russland ein wichtiger Akteur auf dem globalen Energiemarkt.

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