Russland ermittelt gegen Telegram-Gründer Durov wegen Terrorismusvorwürfen
Der FSB hat laut Staatsmedien ein Strafverfahren gegen Pawel Durow eingeleitet.

Russland hat ein Strafverfahren gegen Telegram-Gründer Pawel Durow eingeleitet. Die staatliche Zeitung Rossijskaja Gaseta berichtete unter Berufung auf Materialien des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, dass gegen Durow wegen des Verdachts der Unterstützung terroristischer Aktivitäten ermittelt wird. Grundlage ist Teil 1, Absatz 1 von Artikel 205,1 des russischen Strafgesetzbuches.
Durow selbst war für eine unmittelbare Stellungnahme nicht erreichbar. Telegram wies in den vergangenen Tagen jedoch eine Reihe russischer Vorwürfe zurück, wonach die App ein Zufluchtsort für kriminelle Aktivitäten sei und von westlichen sowie ukrainischen Geheimdiensten kompromittiert worden sein soll. Auf eine Anfrage von Reuters reagierte das Unternehmen zunächst nicht.
Hintergrund: Russland und Telegram im Dauerkonflikt
Der Messenger-Dienst Telegram gibt an, weltweit über mehr als eine Milliarde aktive Nutzer zu verfügen. In Russland ist die App sowohl für private als auch öffentliche Kommunikation äußerst populär. Die staatliche russische Kommunikationsaufsichtsbehörde hat bereits Beschränkungen für Telegram eingeführt, da das Unternehmen extremistische Inhalte nicht in ausreichendem Maße lösche.
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Zur AktienanalyseMoskau versucht seit geraumer Zeit, die russische Bevölkerung zum Wechsel auf die staatlich unterstützte App namens MAX zu bewegen, die vor knapp einem Jahr gestartet ist. Das Strafverfahren gegen Durow dürfte diesen Druck auf den Messenger-Dienst weiter erhöhen. Durow, der Dubai als Wohnsitz nutzt, war bereits im August 2024 in Frankreich festgenommen worden, wo er ebenfalls mit juristischen Problemen konfrontiert war.


