ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Russland begibt Yuan-Anleihen über 1,5 Milliarden Dollar zu 7,65 Prozent

Moskau emittiert die zweite Tranche chinesischer Währungsanleihen – kurz nach dem Gipfeltreffen zwischen Putin und Xi Jinping in Peking.

Russland begibt Yuan-Anleihen über 1,5 Milliarden Dollar zu 7,65 Prozent

Russland hat seine zweite Tranche von auf Yuan lautenden Staatsanleihen begeben. Das russische Finanzministerium legte das Volumen der 10-jährigen Schuldverschreibungen auf 10 Milliarden Yuan fest, was einem Gegenwert von rund 1,5 Milliarden US-Dollar entspricht. Der Kupon wurde auf 7,65 Prozent festgesetzt. Dies berichtete der russische Nachrichtendienst Interfax unter Berufung auf eine nicht namentlich genannte Person aus Finanzkreisen.

Die Emission erfolgt unmittelbar nach den Gesprächen zwischen Präsident Wladimir Putin und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in Peking in der vergangenen Woche. Das Finanzministerium hatte zuvor am Donnerstag mitgeteilt, dass der Kupon nicht höher als 8 Prozent liegen werde – der endgültige Satz von 7,65 Prozent blieb damit deutlich unter dieser Obergrenze.

Russlands wachsende Abhängigkeit vom chinesischen Kapitalmarkt

Russland hatte bereits im vergangenen Jahr erstmals lokale Anleihen in chinesischer Währung verkauft und dabei in zwei Tranchen insgesamt 20 Milliarden Yuan aufgenommen. Mit diesen Emissionen sucht die russische Regierung nach alternativen Finanzierungsquellen, um Haushaltsdefizite zu decken, die durch steigende Militärausgaben und geringere Öleinnahmen entstanden sind.

Der Haushaltsdruck auf Moskau ist erheblich: Die Regierung strebt für das laufende Jahr ein Defizit von 1,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts an. Allerdings weitete sich die Haushaltslücke in den ersten vier Monaten des Jahres bereits auf rund 2,5 Prozent aus – ein deutliches Zeichen dafür, dass die fiskalischen Herausforderungen größer sind als ursprünglich geplant.

China als wichtigster Wirtschaftspartner Russlands

Seit der russischen Invasion der Ukraine im Jahr 2022 hat sich China zum wichtigsten Wirtschaftspartner Russlands entwickelt. Westliche Sanktionen haben Russland weitgehend vom internationalen Kapitalmarkt abgeschnitten, sodass Peking als zentraler Finanzierungspartner an Bedeutung gewonnen hat. Die Yuan-Anleihen sind ein konkretes Instrument dieser vertieften wirtschaftlichen Verflechtung.

Die Gespräche zwischen Putin und Xi in der vergangenen Woche unterstreichen die strategische Dimension dieser Partnerschaft. Für Russland bieten Yuan-denominierte Anleihen den Vorteil, Kapital außerhalb des westlich dominierten Finanzsystems aufzunehmen. Für China wiederum stärkt die Nutzung des Yuan als Anleihewährung die internationale Rolle der eigenen Währung.

Für deutsche Anleger und Beobachter verdeutlicht die Emission, wie Russland seine Finanzierungsstruktur seit 2022 grundlegend umgebaut hat. Die Abhängigkeit von chinesischem Kapital und der Yuan als Finanzierungswährung sind dabei zentrale Elemente einer neuen russischen Finanzarchitektur, die bewusst auf Distanz zum westlichen System ausgerichtet ist.

Russland Yuan-AnleihenRussische StaatsanleihenPutin Xi JinpingHaushaltsdefizit RusslandYuan Anleihe KuponRussland China WirtschaftRenminbi Anleihen

Disclaimer