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Russisches Öl durch US-Sanktionen blockiert

Tanker mit 500.000 Tonnen festsitzend, Zielhäfen in Asien und Südamerika betroffen

Russisches Öl durch US-Sanktionen blockiert

Fast 500.000 Tonnen russischer Ölprodukte befinden sich laut Daten von LSEG auf Tankern, die von den neuen US-Sanktionen betroffen sind. Die am 10. Januar eingeführten Sanktionen richten sich gegen über 180 Schiffe sowie Versicherungsunternehmen und ergänzen ähnliche Maßnahmen, die zuvor von Großbritannien und der Europäischen Union ergriffen wurden.

Die jüngsten US-Sanktionen betreffen neun Tanker, die zwischen Dezember und Januar Ölprodukte in russischen Häfen an der Ostsee und am Schwarzen Meer geladen haben. Vier dieser Schiffe, darunter die Cup, Aquatica, Turaco und Onyx, transportieren insgesamt rund 280.000 Tonnen Heizöl, das für Indien, die Türkei und Singapur bestimmt ist. Ein weiteres Schiff, die Ariadne, wurde im Dezember im russischen Ostseehafen Ust-Luga mit etwa 35.000 Tonnen Naphtha beladen und treibt derzeit in der Nähe des ägyptischen Hafens Port Said.

Vier weitere Schiffe auf der Sanktionsliste transportieren insgesamt rund 160.000 Tonnen Diesel mit besonders niedrigem Schwefelgehalt und Gasoil russischen Ursprungs. Eines dieser Schiffe, die Pravasi, entlädt derzeit im brasilianischen Hafen von Santos. Die drei anderen Schiffe, Symphony, Jupiter und Talisman, befinden sich auf dem Weg in die Türkei.

Trotz einer Übergangsregelung, die das Entladen von bereits vereinbarten Lieferungen erlaubt, berichten Händler von einer spürbaren Verlangsamung der Aktivitäten. Die Sorge vor möglichen Strafen habe viele Marktteilnehmer dazu veranlasst, Vorsicht walten zu lassen. Seit der Ankündigung der Sanktionen haben laut Schiffsverfolgungsdaten mindestens 65 Öltanker vor den Küsten Chinas und Russlands sowie an weiteren Standorten geankert.

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