ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Russischer Ölpreis für Steuerzwecke bricht im Juni um 27% ein

Der steuerrelevante Preis für russisches Öl fiel im Juni auf 63,52 Dollar pro Barrel – ein Rückgang von fast 27% gegenüber Mai.

Russischer Ölpreis für Steuerzwecke bricht im Juni um 27% ein

Der durchschnittliche russische Ölpreis, der für Steuerzwecke herangezogen wird, ist im Juni auf 63,52 US-Dollar pro Barrel gesunken. Das entspricht einem Rückgang von fast 27% gegenüber dem Vormonat Mai, in dem der steuerrelevante Preis noch bei 86,52 Dollar pro Barrel lag. Die Daten veröffentlichte das russische Wirtschaftsministerium am Donnerstag.

Trotz des massiven Rückgangs liegt der Juni-Wert noch 4,50 Dollar über dem Niveau, das im russischen Bundeshaushalt für das laufende Jahr veranschlagt wurde. Für den russischen Staatshaushalt, der stark von Einnahmen aus dem Energiesektor abhängt, ist dieser Puffer jedoch denkbar knapp – insbesondere angesichts der anhaltenden Preisvolatilität auf den globalen Rohstoffmärkten.

Ölpreisrally nach Iran-Krieg verpufft

Den Hintergrund des drastischen Preisrückgangs bildet die Entwicklung auf den internationalen Ölmärkten seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar. Die weltweiten Ölpreise stiegen damals auf über 100 Dollar pro Barrel. Seitdem sind die Preise nach der Vereinbarung eines fragilen Waffenstillstands im Juni stark gesunken.

Die Futures der internationalen Referenzsorte Brent verzeichneten zwischen dem ersten und zweiten Quartal 2026 einen Rückgang von rund 45 Dollar pro Barrel. Dies stellt den stärksten Quartalsrückgang seit der globalen Finanzkrise im Jahr 2008 dar – ein historisch außergewöhnlicher Einbruch, der die Märkte weltweit unter Druck setzt.

Folgen für den russischen Staatshaushalt

Für Russland sind die Öleinnahmen eine zentrale Säule der Staatsfinanzierung. Der steuerrelevante Ölpreis dient dabei als Berechnungsgrundlage für Exportzölle und andere Abgaben, die direkt in den Bundeshaushalt fließen. Ein anhaltend niedriger Ölpreis würde die fiskalischen Spielräume Moskaus erheblich einengen.

Der aktuelle Juni-Wert von 63,52 Dollar liegt zwar noch knapp über dem Haushaltsansatz, doch der Abstand ist gering. Sollten die Preise weiter fallen oder auf dem aktuellen Niveau verharren, könnte Russland im weiteren Jahresverlauf mit Haushaltslücken konfrontiert werden. Für deutsche Anleger, die in Energiewerte oder rohstoffabhängige Märkte investiert sind, bleibt die Entwicklung des Ölpreises damit ein wichtiger Beobachtungsfaktor.

Der beispiellose Quartalsrückgang beim Brent-Preis erinnert an die Verwerfungen während der Finanzkrise 2008, als die globale Nachfrage nach Rohöl innerhalb kurzer Zeit massiv einbrach. Damals wie heute zeigt sich, wie schnell geopolitische Ereignisse und ihre Auflösung die Energiemärkte in Bewegung setzen können.

Russischer ÖlpreisSteuerpreis Öl RusslandBrent Ölpreis RückgangRussland Staatshaushalt ÖlÖlpreis Juni 2026Brent QuartalsrückgangIran-Krieg Ölpreis

Disclaimer