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Russischer Automarkt 2025: Verkäufe brechen um 15,6% ein

Der russische Pkw-Markt verzeichnet 2025 einen deutlichen Rückgang von 15,6% auf 1,326 Millionen verkaufte Fahrzeuge. Hohe Zinsen und Marktsättigung bremsen die Erholung nach dem Einbruch von 2022.

Russischer Automarkt 2025: Verkäufe brechen um 15,6% ein

Der russische Automobilmarkt hat im Jahr 2025 einen erheblichen Dämpfer erlitten. Wie die Analyseagentur Autostat unter Berufung auf Daten der Beratungsfirma PPK mitteilte, sanken die Verkaufszahlen für neue Personenkraftwagen um 15,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt wurden 1,326 Millionen Fahrzeuge abgesetzt, verglichen mit 1,571 Millionen im Jahr 2024.

Erholung nach historischem Tiefpunkt gestoppt

Der Rückgang markiert einen Wendepunkt nach der Erholung in den Jahren 2023 und 2024. Der russische Automarkt war 2022 nach dem Rückzug westlicher Hersteller infolge des Ukraine-Kriegs auf ein Tiefpunktniveau seit Sowjetzeiten gefallen. Die zwischenzeitliche Stabilisierung konnte 2025 nicht aufrechterhalten werden.

Mehrere Faktoren belasten den Markt

Als Hauptgründe für die Stagnation nennen Experten höhere Zinssätze, eine zunehmende Marktsättigung sowie die Erhöhung der Verschrottungsprämie. Diese Faktoren dämpften die Kaufbereitschaft russischer Verbraucher trotz der zuvor beobachteten positiven Entwicklung erheblich.

Jahresendspurt durch Gebührenerhöhung

Interessanterweise zeigten die letzten Monate des Jahres 2025 eine überraschende Belebung. Im Dezember stiegen die Verkäufe im Jahresvergleich um 10,6 Prozent, nachdem bereits im November ein Plus von 5 Prozent verzeichnet wurde. Dieser Anstieg wird darauf zurückgeführt, dass Käufer versuchten, Fahrzeuge noch vor den im Dezember und Januar wirksam werdenden Erhöhungen der Verschrottungsgebühren zu erwerben.

Pessimistische Prognose für 2026

Die Association of European Businesses (AEB) äußerte sich im Dezember zurückhaltend und prognostizierte eine weitere Abschwächung des russischen Automarkts zu Beginn des Jahres 2026. Als Grund werden erwartete Preiserhöhungen genannt, die die Nachfrage zusätzlich belasten dürften. Die Aussichten für eine schnelle Erholung des Marktes bleiben damit verhalten.

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