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Russische Dieselexporte steigen 2024

Türkei und Brasilien bleiben Hauptabnehmer trotz westlicher Sanktionen

Russische Dieselexporte steigen 2024

Türkei und Brasilien haben sich im vergangenen Jahr als die wichtigsten Abnehmer von russischem Dieselkraftstoff und Gasöl etabliert, nachdem die Europäische Union im Februar 2023 ein Importverbot für russische veredelte Produkte verhängt hatte. Vor diesem Embargo war Europa der größte Käufer von russischem Diesel. Laut Daten von LSEG stiegen die Exporte von Diesel und Gasöl aus russischen Häfen nach Türkei im Jahr 2024 um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und erreichten 16,8 Millionen Tonnen. Auch die Exporte nach Brasilien nahmen zu und erreichten 7,4 Millionen Tonnen, was einer Steigerung von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Die Exporte russischen Diesels nach afrikanische Länder überschritten 2024 die Marke von 9,6 Millionen Tonnen, was jedoch einen Rückgang von 6 Prozent im Vergleich zu 2023 darstellt. Zu den größten Abnehmern gehörten Ägypten, Libyen, Tunesien, Ghana und Senegal. Im Dezember 2024 stiegen die Exporte von Diesel und Gasöl aus Russland um fast 18 Prozent im Vergleich zum Vormonat und erreichten 3,4 Millionen Tonnen. Diese Zunahme war vor allem auf die steigende Kraftstoffproduktion und die saisonal bedingte geringe Nachfrage auf dem heimischen Markt zurückzuführen.

Im Dezember 2024 entfielen 1,2 Millionen Tonnen russischen Diesels auf die Türkei, was einen Rückgang von 10 Prozent im Vergleich zum November darstellt, während Brasilien mit einem Anstieg von 32 Prozent auf 0,53 Millionen Tonnen verzeichnete. Zudem berichten Händler von einer zunehmenden Menge an Diesel, die über Schiff-zu-Schiff-Transfers (STS) nahe dem italienischen Hafen Augusta und den griechischen Inseln transportiert wird. Diese Art der Lieferung ist aufgrund der jüngsten westlichen Sanktionen gegen die russische Tankerflotte zunehmend attraktiver geworden. Im Dezember 2024 wurden rund 370.000 Tonnen russischen Diesels für solche Transfers verlegt, wobei die endgültigen Bestimmungsorte noch unbekannt sind.

Die USA verhängten kürzlich neue Sanktionen gegen Russland, die mehr als 180 Schiffe und Versicherungsunternehmen betreffen. Diese Maßnahmen könnten die Aktivitäten im Bereich der Schiff-zu-Schiff-Transfers weiter anheizen, so Marktteilnehmer.

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