Russische Diesel-Exporte in die USA auf Drei-Jahres-Hoch
Kraftstoffvorräte an der Ostküste auf den niedrigsten Stand seit acht Jahren

Die russischen Dieselausfuhren in die Vereinigten Staaten erreichten im vergangenen Monat den höchsten Stand seit drei Jahren, da das typische Winterwetter die Nachfrage nach Heiz- und Stromerzeugungsanlagen im Nordosten ansteigen ließ.
Bloomberg berichtet, dass derzeit rund 1,55 Millionen Barrel Diesel aus Russland in die Vereinigten Staaten geliefert werden, die nach Angaben von Vortexa bis zum Ende dieses Monats ankommen sollen.
Der Anstieg der russischen Diesellieferungen kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Kraftstoffvorräte an der Ostküste auf den niedrigsten Stand seit acht Jahren gesunken sind, während die Nachfrage den höchsten Stand seit 2018 erreicht hat. Gleichzeitig sind laut Bloomberg die Raffineriekapazitäten an der Ostküste aufgrund niedriger Margen und einer Raffinerieexplosion ebenfalls zurückgegangen.
Auch für den Nordosten der USA scheint es derzeit wenig Alternativen zu russischem Kraftstoff zu geben: Kanada hat bereits zu Beginn der Pandemie eine Raffinerie im Osten des Landes stillgelegt, während Europa, ein weiterer Kraftstofflieferant der Vereinigten Staaten, dem Reuters-Bericht zufolge zu tief in seinen eigenen Energieproblemen steckt, um ein paar Millionen Barrel Diesel entbehren zu können.
Die Stärke der US-Nachfrage nach Öl zeigt sich in den jüngsten Bewegungen der West Texas Intermediate: Die lokale Benchmark überstieg diese Woche zum ersten Mal seit 2014 die Marke von 92 US-Dollar pro Barrel. Der unmittelbare Grund für diesen jüngsten Anstieg ist die Sorge, dass ein weiterer Kälteeinbruch in Texas die Produktion erneut beeinträchtigen könnte, was zu der ohnehin schon knappen globalen Ölversorgung beitragen würde.
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Zur AktienanalyseGleichzeitig ist der Winter eine saisonal starke Zeit für die Ölnachfrage, was zum jüngsten Anstieg von WTI beigetragen hat. Auch die geopolitische Lage um die Ukraine ist ein positiver Faktor.
"Die Spannungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt wirken unterstützend, und wir haben eine wachsende globale Nachfrage, ohne dass wir das Angebot wirklich erhöhen, um sie zu befriedigen", zitierte Reuters diese Woche Gary Cunningham, den Leiter der Marktforschung bei Tradition Energy.


