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Rusal meldet Verlust nach starkem Kostenanstieg

Höhere Zinsen, Währungsverluste und Rohstoffpreise belasten den russischen Aluminiumhersteller deutlich

Rusal meldet Verlust nach starkem Kostenanstieg

Der russische Aluminiumkonzern Rusal hat im ersten Halbjahr einen deutlichen Verlust verzeichnet. Das Unternehmen, das außerhalb Chinas als weltweit größter Aluminiumhersteller gilt und an der Börse in Hongkong notiert ist, meldete für die ersten sechs Monate bis zum 30. Juni einen Nettoverlust von 87 Millionen US-Dollar. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte der Konzern noch einen Gewinn von 565 Millionen US-Dollar erzielt.

Ausschlaggebend für das negative Ergebnis waren deutlich gestiegene Kosten, höhere Zinsaufwendungen sowie Verluste aus Währungsschwankungen. Die Finanzierungsausgaben erhöhten sich um 408 Millionen US-Dollar. Dazu trugen vor allem gestiegene Zinsen auf Bank- und Unternehmenskredite, Anleihen sowie weitere Gebühren bei. Zusätzlich belastete ein Währungsverlust in Höhe von 181 Millionen US-Dollar das Ergebnis.

Die Umsatzkosten stiegen um rund 40 Prozent auf insgesamt 6,11 Milliarden US-Dollar. Diese Entwicklung war laut Unternehmensangaben auf gestiegene Verkaufsvolumina von Primäraluminium sowie höhere Preise für Tonerde und andere Rohstoffe zurückzuführen. Auch gestiegene Strompreise und Transportkosten wirkten sich auf die Kostenstruktur aus.

Trotz der Belastungen konnte Rusal den Umsatz im gleichen Zeitraum steigern. Die Erlöse legten um 32 Prozent auf 7,52 Milliarden US-Dollar zu. Ausschlaggebend waren auch hier gestiegene Verkäufe von Primäraluminium und Legierungen, die die Nachfrage im internationalen Markt widerspiegeln.

Rusal steht seit über drei Jahren unter Druck infolge der westlichen Sanktionen gegen Russland im Zuge des Ukraine-Krieges. Auch wenn das Unternehmen selbst nicht direkt sanktioniert ist, haben sich einige westliche Abnehmer aus dem Geschäft mit russischem Aluminium zurückgezogen oder neue Verträge vermieden. Die daraus resultierenden Unsicherheiten auf dem Weltmarkt haben sich zusätzlich auf das Geschäftsergebnis ausgewirkt.

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