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Rückzug bei Northvolt

Ein Aufsichtsratschef zieht sich zurück – Einblick in persönliche und geschäftliche Herausforderungen

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Rückzug bei Northvolt

Siemens-Aufsichtsratschef Jim Hagemann Snabe wird sich nach einer langen Zwangspause endgültig aus dem Aufsichtsrat des schwedischen Batterieherstellers Northvolt zurückziehen. Diese Entscheidung gab er in einem Interview mit der dänischen Wirtschaftszeitung "Börsen" bekannt. Grund für seinen Rückzug sei, dass es für Northvolt wenig Sinn mache, nach seiner monatelangen Abwesenheit wieder aktiv zu werden. Snabe war Anfang des Jahres aufgrund einer Beinverletzung ausgefallen, die ihn auch daran hinderte, die Hauptversammlung von Siemens im Februar zu leiten.

Der 58-jährige Däne, ehemaliger CEO von SAP, sprach auch über die Ursache seiner Verletzung: Beim Schwimmen im Meer hatte er sich an einer Metallstufe am Schienbein verletzt. Diese Verletzung führte aufgrund einer Infektion mit multiresistenten Keimen zu ernsthaften Komplikationen und erforderte mehrere Operationen. Snabe war seitdem nicht nur bei Northvolt, sondern auch bei Siemens zeitweise ausgefallen.

Seine Rückkehr zu Siemens erfolgte bereits im Frühjahr, und er äußerte Bereitschaft, über das Jahr 2025 hinaus im Aufsichtsrat zu bleiben. Allerdings gilt er ab dem kommenden Jahr nicht mehr als unabhängig, da er dann zwölf Jahre dem Gremium angehört. Trotz seiner Rückkehr zu Siemens sieht Snabe nun ein, dass seine Zeit bei Northvolt endgültig vorbei ist, um Platz für eine dauerhafte Besetzung im Aufsichtsrat zu machen.

Northvolt, an dem auch Siemens beteiligt ist, erlebt derweil turbulente Zeiten. Das Unternehmen hat kürzlich den Bau einer Fabrik für Kathodenmaterial in Schweden in Frage gestellt, während der Autobauer BMW einen bedeutenden Auftrag für Batteriezellen storniert hat. Diese Herausforderungen könnten die Zukunft des Unternehmens beeinflussen, während es versucht, sich in einem wettbewerbsintensiven Markt zu behaupten.

Für Snabe markiert der Rückzug von Northvolt einen Schlusspunkt nach einer schwierigen Phase der Genesung und der Entscheidungsfindung. Seine Zeit bei Northvolt, die von einer persönlichen Verletzung und den Folgen einer komplizierten Infektion geprägt war, geht nun zu Ende, während er sich auf seine Rolle bei Siemens konzentriert und mögliche zukünftige Herausforderungen angeht.

SiemensNorthvolt

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