Rückläufige Autozulassungen in der EU
Absatzprobleme bei Elektroautos, während Hybridfahrzeuge und Volkswagen zulegen

Der Automarkt in der Europäischen Union zeigt im November eine rückläufige Entwicklung. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 869.816 neue Pkw zugelassen, was einem Rückgang von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, wie der europäische Herstellerverband Acea mitteilte. Während im Oktober noch ein leichtes Plus verzeichnet wurde, deutet der November auf eine stagnierende Entwicklung hin. In den ersten elf Monaten des Jahres 2024 ergibt sich dennoch ein geringfügiger Anstieg von 0,4 Prozent auf insgesamt 9,73 Millionen zugelassene Fahrzeuge.
Die Rückgänge variierten dabei deutlich zwischen den Ländern. Besonders starke Einbußen gab es in Frankreich mit einem Minus von 12,7 Prozent, gefolgt von Italien, wo die Zulassungen um 10,8 Prozent zurückgingen. Der deutsche Markt zeigte mit einem Minus von 0,5 Prozent einen vergleichsweise moderaten Rückgang. Ein positiver Ausreißer war Spanien, das mit einem Zuwachs von 6,4 Prozent auffiel.
Auf dem Elektroautomarkt zeichnet sich ebenfalls keine positive Wende ab. Die Verkaufszahlen dieser Fahrzeuge sanken im November um 9,5 Prozent auf 130.757 Einheiten. In Deutschland und Frankreich war der Rückgang besonders ausgeprägt, hier wurden jeweils über 20 Prozent weniger Elektrofahrzeuge verkauft. Die negative Entwicklung wird unter anderem auf den Wegfall staatlicher Umweltprämien zurückgeführt, die den Markt für Elektroautos in der Bundesrepublik erheblich unter Druck gesetzt haben. Auch Plug-In-Hybride, die eine Kombination aus Verbrennungsmotor und elektrischem Antrieb bieten, verzeichneten rückläufige Verkaufszahlen.
Hybridfahrzeuge ohne externen Stromanschluss hingegen verzeichneten einen starken Anstieg der Verkaufszahlen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden fast 20 Prozent mehr dieser Fahrzeuge zugelassen, wodurch sie inzwischen klassische Benziner in puncto Marktanteil überholt haben. Besonders erfolgreich präsentierte sich in diesem Segment der japanische Automobilhersteller Toyota, der im November ein Absatzplus von über 17 Prozent verbuchen konnte.
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Zur AktienanalyseIm Gegensatz dazu verzeichnete der Opel-Mutterkonzern Stellantis einen Rückgang der Verkaufszahlen um rund 10 Prozent. Der Volkswagen-Konzern behauptete seine Position als Marktführer in der EU und konnte die Zulassungszahlen im Vergleich zum Vorjahr um etwa 4 Prozent steigern. Diese Entwicklung unterstreicht die weiterhin starke Marktstellung des Konzerns, auch in einem insgesamt schwierigen Marktumfeld.


