Roundhill Memory ETF DRAM bricht um 14 Prozent ein
Der beliebte Speicherchip-ETF verlor am Dienstag massiv an Wert und machte Gewinne der Vortage zunichte.

Der Roundhill Memory ETF (DRAM) hat am Dienstagnachmittag einen heftigen Kursrückgang erlitten. Der Fonds verlor im Handelsverlauf rund 14 Prozent seines Wertes – ein erheblicher Einbruch, der Anleger kalt erwischte.
Besonders schmerzhaft: Die Verluste machten die kräftigen Gewinne der vorangegangenen zwei Handelstage vollständig zunichte. Wer auf eine Fortsetzung der positiven Kursentwicklung gesetzt hatte, wurde damit enttäuscht.
Starkes Korea-Engagement als Risikofaktor
Ein wesentlicher Grund für die ausgeprägte Schwäche des ETFs liegt in seiner Zusammensetzung. Der Fonds ist stark in koreanischen Aktien engagiert, die am Dienstag ebenfalls deutlich einbrachen. Südkorea gilt als eines der weltweit wichtigsten Zentren für die Produktion von DRAM-Speicherchips – entsprechend hoch ist die Abhängigkeit des Fonds von der Entwicklung an der koreanischen Börse.
DRAM steht für „Dynamic Random Access Memory" und bezeichnet eine weit verbreitete Art von Arbeitsspeicher, der in Computern, Smartphones und Servern eingesetzt wird. Der Markt für diese Speicherchips ist bekannt für seine zyklische Natur und starke Kursschwankungen – sowohl bei den Herstellern als auch bei darauf spezialisierten Anlageprodukten.
Was ist der Roundhill Memory ETF?
Der Roundhill Memory ETF (Ticker: DRAM) ist ein börsengehandelter Fonds, der sich auf Unternehmen aus dem Bereich Speicherchips spezialisiert hat. Solche thematischen ETFs ermöglichen es Anlegern, gezielt in eine bestimmte Technologiebranche zu investieren, ohne einzelne Aktien auswählen zu müssen. Gleichzeitig bringen sie ein erhöhtes Konzentrationsrisiko mit sich, da sie weniger breit gestreut sind als klassische Markt-ETFs.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Privatanleger, die in Technologie-ETFs investieren, verdeutlicht der Kurssturz des DRAM-ETFs einmal mehr, wie stark thematische Fonds von regionalen Marktbewegungen abhängen können. Ein hoher Anteil an Aktien aus einem einzelnen Land – wie hier Südkorea – kann in turbulenten Marktphasen zu überproportionalen Verlusten führen.
Der Vorfall unterstreicht die Bedeutung einer breiten Diversifikation im Portfolio. Anleger, die auf spezialisierte Branchen-ETFs setzen, sollten sich der damit verbundenen Risiken bewusst sein – insbesondere dann, wenn der Fonds eine starke geografische Konzentration aufweist. Kursbewegungen von 14 Prozent an einem einzigen Handelstag sind im Bereich thematischer Nischen-ETFs keine Seltenheit.


